SJÖ: Beschäftigungspolitik braucht Konzepte

Kollross: Weiterer Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit entlarvt Schüssels Alibimaßnahmen vor den Wahlen =

Wien (SK) Für die SJÖ (Sozialistische Jugend Österreich) ist der kontinuierliche Anstieg der Arbeitslosigkeit, insbesondere unter Jugendlichen, ein weiterer Beweis dafür, dass die ÖVP in der Beschäftigungspolitik vollkommen konzeptlos agiert. "Kurz vor den Wahlen hat die ÖVP versucht den Anschein zu erwecken, sich der Beschäftigungslage ernsthaft anzunehmen. Der Stellenwert der Beschäftigungspolitik für die ÖVP kann aber nicht allzu groß sein, wenn Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit erst in den letzten zwei Monaten den drei Jahren Regierungsarbeit gesetzt werden", kritisiert Andreas Kollross, Vorsitzender der SJÖ, am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ, die Arbeitsmarktpolitik der ÖVP. ****

Für Kollross ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit ein direktes Produkt schwarz-blauer Politik: "Die finanziellen Anreize für die Unternehmen haben keine neuen Arbeitsplätze geschaffen. Die Qualifizierungsmaßnahmen für jugendliche Arbeitslose dienen nur zur Schönung der Statistiken. Der weitere Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit entlarvt Schüssels Alibimaßnahmen vor den Wahlen. Zentrale Säulen einer seriösen Beschäftigungspolitik sind aber Umverteilungsmaßnahmen und eine Erhöhung der Qualität der Ausbildung Jugendlicher."

Kollross sieht sich durch die aktuelle Arbeitsmarktsituation in der Meinung bestätigt, dass der Staat sich nicht aus seiner Verantwortung stehlen darf: "Gerade in Krisenzeiten darf der freie Markt nicht einziges Regulativ der Wirtschaft sein. Der Staat muss gerade hier im Interesse der ArbeitnehmerInnen und vor dem Hintergrund des Ziels der Vollbeschäftigung lenkend eingreifen. Dazu benötigt ein Regierungsprogramm entsprechende Prioritäten. Die schwarz-blaue Regierung hat es allerdings vorgezogen, diese dem Mythos 'Nulldefizit' zu opfern." (Schluss) up/mm

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