Podiumsdiskussion am Technikum Wien - Bildungsverantwortung tragen alle!

Wien (OTS) - Das Audimax im neuen Gebäude der Fachhochschule Technikum Wien am Wiener Höchstädtplatz war gestern Schauplatz einer hochkarätigen Podiumsdiskussion, die Bildung im Spannungsfeld zwischen Staat und Wirtschaft thematisierte. Unter der Moderation von Gisela Hopfmüller kamen Georg Kapsch, Claus Raidl, Herbert Tumpel und Erich Cibulka zum Ergebnis, dass die Verantwortung für Bildung nicht auf eine Seite abgewälzt werden kann. Nur ein Zusammenspiel von Staat, Wirtschaft, Gesellschaft und Individuum kann zu einem adäquaten Bildungsniveau in Österreich führen.

"Bildung ist eine nicht delegierbare Verantwortung jedes einzelnen", leitete Mag. Georg Kapsch, Kapsch AG und Obmann FHS Technikum Wien, sein Statement ein. Und zu den einzelnen zählen auch Eltern, Erziehungsberechtigte und Lehrer. Wie wichtig dabei die Basisausbildung ist, zeigte der Präsident der Kammer für Arbeiter und Angestellte, Mag. Herbert Tumpel, am Beispiel der kürzlich veröffentlichten Pisa-Studie auf: 17 % der Österreicher wird eine eklatante Leseschwäche konstatiert. Tumpel: "Nur wenn die Voraussetzungen stimmen, kann das von allen Seiten geforderte "life long learning" überhaupt in Anspruch genommen werden".

"Dass das Bildungsangebot im tertiären Sektor schon gut ausgebaut ist, zeigt das Paradebeispiel Fachhochschule Technikum Wien", so Dkfm. Dr. Claus J. Raidl, Böhler Uddeholm AG. Als Präsident des Fachhochschulrates weiß er, dass bei den privaten Fachhochschulen -oder auch Universitäten - der Bund nur mehr als Regulator fungiert. Das ist sehr positiv, da private Anbieter weitaus flexibler sind als staatliche. Durch die Konkurrenzsituation werden sie ständig gefordert, ein spannenderes Angebot für ihre "Kunden" zu bieten und sind daher auch bereit, mehr Ressourcen zu mobilisieren.

Welche Berufssparte in den nächsten fünf oder sieben Jahren relevant sein wird, konnte von keinem der Diskutanten beantwortet werden. Dennoch fand man unterschiedliche Lösungsansätze, um in eine zukunftsträchtige Richtung zu steuern.

Kapsch ist für die Schaffung von Know-how-Zentren und meint, dass das Land, so wie jedes Unternehmen, sich auf seine Stärken konzentrieren und Branchenschwerpunkte setzen soll. Raidl hingegen glaubt nicht daran, dass man Schwerpunkte "verordnen" kann. Allerdings weist er darauf hin, dass Clusterbildungen, dort wo sie aus sich selbst heraus funktionieren, sehr erfolgsversprechend sind. Sein Schlagwort ist Wissensmanagement, die Nutzung von impliziten Wissen im Unternehmen.

Tumpel sieht vor allem die dringende Notwendigkeit eine Art Qualitätssiegel für Aus- und Weiterbildung zu schaffen: "Denn leider gibt es einige ,schwarze Schafe’ im Bildungsbereich." Und Mag. Erich Cibulka, Human Resources Director bei T-Mobile ist stolz darauf, dass in seinem Unternehmen sogar ein eigenes Team für Weiterbildung abgestellt ist. Cibulka:" T-Mobile ist inzwischen in der glücklichen Lage auch selbst - z. B. mit seinem Know-how oder als Sponsor - für Weiterbildung beitragen zu können".

Die FHS Technikum Wien (www.technikum-wien.at) ist eine der führenden technischen Fachhochschulen Österreichs. Den 1200 Studierenden wird praxisrelevantes, zukunftsorientiertes Wissen vermittelt, wobei individuelle Entwicklungsmöglichkeiten besonders gefördert werden. Durch die enge Verbindung von Wirtschaft und Wissenschaft werden die Studenten optimal auf ihre Karriere vorbereitet. Primäres Ziel ist es, hochqualifizierte Techniker im Bereich neuer Technologien auszubilden und durch innovative Entwicklungen den Wirtschaftsstandort Wien auch in Zukunft zu sichern.

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