Professorentitel für Obmann des ORF-Zentralbetriebsrats Heinz Fiedler

Wien (OTS) - Heinz Fiedler, Obmann des Zentralbetriebsrats des
ORF, wurde heute der Berufstitel "Professor" verliehen. Staatssekretär Franz Morak überreichte die Urkunde vor zahlreichen Ehrengästen am Mittwoch, dem 4. Dezember 2002, im Kongresssaal des Bundeskanzleramts.

Staatssekretär Franz Morak würdigte Heinz Fiedler anlässlich der Überreichung als "einen Personalvertreter, der sein Arbeitsleben dem größten Medienunternehmen des Landes gewidmet hat. Heinz Fiedler hat Generationen von Betriebsräten und Gewerkschaftsfunktionären ausgebildet und er hat sich um den arbeitsrechtlichen Schutz der journalistischen und der programmgestaltenden Mitarbeiter des ORF verdient gemacht." Abschließend meinte Morak: "Er ist ein Widerspenstiger, ein Kontroversieller, er ist nicht von den Leisen, nicht einer von den Lauen. Wäre Heinz Fiedler ein Schauspieler, so wäre er ein 'Schwieriger'."

Kurt Bergmann, langjähriger Freund und Weggefährte Heinz Fiedlers, in seiner Laudatio: "Er ist trotz gelegentlicher Sprödheit ein Mann des Konsenses, des Ausgleichs, der das Gemeinsame sucht. Er sucht die Auseinandersetzung nicht, aber er fürchtet sich auch nicht davor. Er ist ein Bekennender. Er hat nie ein Hehl daraus gemacht, dass er ein Schwarzer ist, einer von den Gewerkschaftern mit christlich-sozialer Vergangenheit und Gesinnung. Fiedler im O-Ton: 'Ich war immer Spitzenfunktionär der ORF-Partei' und 'Ich bin keiner, der mit den Mächtigen heult'. Er ist ein integrer Personalvertreter. Er kennt seine Rolle: 'Ich sehe meine Aufgabe auch weiterhin nicht darin, Generalintendanten eine Freude zu bereiten.' Aber er fühlt sich immer als Teil des ganzen ORF."

ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner gratulierte Fiedler: "Im eigenen Namen und in dem der gesamten Geschäftsführung will ich Dir den Respekt und die Anerkennung aussprechen, die mit diesem Titel verbunden sind. Etwas war und ist in allen harten Verhandlungen mit Dir immer klar gewesen: Am Ende des Tages stand das Interesse des Unternehmens, das Wohl des ORF - und das ist untrennbar verbunden mit dem Wohl aller Mitarbeiter. Dieses Wohl war es immer, das Heinz Fiedler beschäftigt, bewegt und antreibt."

Heinz Fiedler, Jahrgang 1942, begann seine ORF-Laufbahn 1963 als Werkstudent. Er ist seit 1964 als Betriebsrat und Gewerkschafter aktiv. Seit 1976 gehört Heinz Fiedler dem ORF-Kuratorium an und ist seit heuer auch in dessen Nachfolgegremium, dem ORF-Stiftungsrat, vertreten. Als Mitglied der Rundfunkreformkommission von Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky (1972) hat Fiedler österreichische Mediengeschichte mitgeschrieben. Den Weg des Unternehmens ORF hat er als Vorsitzender des ORF-Zentralbetriebsrats seit 1996 wesentlich mitbestimmt. Heinz Fiedler ist seit 1969 Vorsitzender der Fraktion Christlicher Gewerkschafter in der Sektion Rundfunk und Fernsehen, seit 1990 Vorsitzender der FCG der Gewerkschaft "Kunst, Medien, freie Berufe", seit 1972 Vorsitzender-Stellvertreter der Sektion "Elektronische Medien" in der Gewerkschaft "Kunst, Medien, freie Berufe" und seit 1982 Vorsitzender-Stellvertreter der Gewerkschaft "Kunst, Medien, freie Berufe".

Anlässlich der Verleihung des Berufstitels "Professor" bedankte sich Heinz Fiedler und meinte, "als frisch gebackener Professor" hätte er drei Wünsche frei: "Erstens: Viel guten Willen, den Bestand des ORF zu sichern - so wie wir ihn kennen - bei allen, die was mitzureden haben. Zweitens: Mehr Geld für den ORF - aus Gebühren, Werbung und woher auch immer! Und drittens: Liebe anwesende Journalistinnen und Journalisten: Drucken, senden und verbreiten Sie die beiden ersten Wünsche eines frisch gebackenen Professors."

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