Stadtverwaltung soll sich vom Umweltmanagementsystem der ÖBB nicht einlullen lassen

Maresch fordert weiterhin Auflagen der Stadtverwaltung für die ÖBB

Wien (Grüne) - Kooperationen zwischen großen Firmen und der Verwaltung sind sicherlich eine sinnvolle Sache, oft besteht aber die Gefahr, dass die Stadt dabei ihre Aufsichtspflichten gegenüber den Betrieben nicht erfüllt. Diese Gefahr sieht, Rüdiger Maresch, Umweltsprecher der Wiener Grünen, anlässlich der abendlichen gemeinsamen Pressekonferenz der Umweltstadträtin Kossina, der Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung Büchl-Krammerstätter und der Leiterin des Umweltmanagements bei der ÖBB, Berndorfer. Einige Maßnahmen der ÖBB in Punkte Umweltschutz sind sicherlich lobenswert, dass sollte allerdings nicht davon ablenken, dass sich die ÖBB in wichtigen Punkten gegen einen vorsorgenden Umweltschutz stellt und die Wiener Behörden hier scheinbar großzügig hinwegsehen.

Die ÖBB verkauft noch immer gebrauchte Bahnschwellen an Privatpersonen. In Wien wurden in zahlreichen Fällen gesundheitsgefährdende und grundwasserverschmutzende Bahnschwellen in großem Stil vergraben. In der Schweiz ist dies verboten, das österreichische Umweltbundesamt lehnt dies ebenfalls ab. Die Stadt Wien hat keine Maßnahmen dagegen ergriffen.

Auf die illegalen Abfall-Ablagerungen am Nord- und Südbahnhof, haben die Grünen bereits vor einem Jahr hingewiesen. Wie ich mich erst vor wenigen Tagen persönlich überzeugen konnte, werden am Frachtenbahnhof aber noch immer keine Eingangskontrollen durchgeführt, sagt Maresch ernüchtert.

Ebenso ist der ÖBB der Baumschutz kein wirkliches Anliegen. Die ÖBB sind vom Wiener Baumschutzgesetz ausgenommen, so kommt es immer wieder auch zu unnötigen Baumfällungen im Zuge von Erweiterungen- und Umbauarbeiten. "Von einem wirklichen Musterbetrieb sind die ÖBB also noch weit entfernt und auch die Stadt Wien ist dazu aufgerufen ihre Behördenpflichten zum Umweltschutz ernst zu nehmen", fasst Maresch abschließend zusammen.

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