Dezember: 1.200 Unfälle pro Tag

Im Dezember ereignen sich viele Unfälle beim Kochen, beim Wintersport oder auf dem Heimweg vom Punschstand. Institut "Sicher Leben" gibt Tipps.

Wien (OTS) - Der Dezember ist für viele Menschen der schönste Monat im Jahr: Christkindlmärkte, Adventkränze, weihnachtliche Beleuchtung, duftende Weihnachtsbäckerei und Schneeflocken. Wintersportler erfreuen sich an der bereits begonnenen Skisaison, Koch- und Backwütige stürzen sich auf neue Rezepte. Doch auch die schönsten Freizeitbeschäftigungen bergen Gefahren, die zu Verletzungen führen können.

Das Institut "Sicher Leben" prognostiziert anhand eines Rückblicks auf das vergangene Jahr, häufige Unfallmuster im Dezember: Zahlen des vergangenen Jahres zeigen, dass sich im Dezember 36.500 Personen bei einem Heim-, Freizeit- und Sportunfall so schwer verletzten, dass sie im Spital behandelt werden mussten. Im Vergleich zum November ist ein Anstieg von rund 5.500 Verletzungen zu verzeichnen. Dieser Anstieg begründet sich vor allem auf das Einsetzen der Wintersportsaison. Im Dezember passieren mehr als die Hälfte der rund 24.800 Heim- und Freizeitunfälle in der Wohnung (53%). Bei häuslichen Unfällen führen Frauen die Unfallskala an (54%), beim Sport hingegen sind Männer mit 61 Prozent die Spitzenreiter.

Was kann passieren?
-) Wie in jedem Monat stehen auch im Dezember Stürze an erster Stelle. Rutschpartien bei Glatteis und Matsch stellen vor allem bei früh eintretender Dunkelheit eine Gefahr dar. Alkohol spielt dabei auch eine große Rolle!

-) Dezember ist die Zeit des Punschtrinkens, da kann es dem einen oder anderen schon passieren, dass sein Heimweg sehr beschwingt ausfällt. Vermeintliches Aufwärmen durch warmen Glühwein benebelt die Sinne, anstatt den Körper besser zu durchbluten.

-) Der erste Schnee auf den Bergen beschert Skifahrern und Snowboardern nicht immer die besten Schneeverhältnisse: oben eisig, unten matschig; das kann einen leicht aus dem Gleichgewicht bringen.

-) Auch für Eisläufer ist Vorsicht geboten, vor allem wenn sie sich auf Natureis bewegen. Diesen Dezember würde nicht der erste Eisläufer durchs Eis brechen.

-) In der Vorweihnachtszeit wird mehr gekocht und gebacken, als die restliche Zeit. Auch im eigenen Heim lauern Gefahren, wie etwa heiße Backbleche oder scharfe Messer mit denen man sich Schnittverletzungen zufügen kann.

-) Die ersten Wohnungsbrände können bereits vor dem Chrisbaumaufputzen entstehen. Adventkränze und diverse Weihnachtsgestecke trocknen sehr schnell aus und entflammen daher leicht.

So kommt man unfallfrei durch den Dezember:
-) Gegen Ausrutschen hilft festes Schuhwerk: Profilsohle und größere, breitere Absätze erhöhen die Reibung und geben besseren Halt! Hektik vermeiden: Wer mehr Zeit für seine Wege einplant, kommt sicherer ans Ziel!

-) Punschfreunde aufgepasst: Wer die Vorweihnachtszeit beim Punschstand oder auf diversen Weihnachtsfeiern genießen möchte, der sollte darauf achten, dass er auf seinem eventuell beschwingten Heimweg nicht ausrutscht oder stolpert. Noch besteht keine Glatteisgefahr, das Wetter kann im Laufe des Dezembers allerdings schnell umschlagen. Glatteis in Verbindung mit Dunkelheit und Alkohol kann gefährlich werden!

-) Beim Skifahren/Snowboarden: Die körperliche Kondition sollte vor Beginn der Ausübung verbessert werden. Überschätzen Sie sich nicht selbst - fahren Sie immer Ihrem Können angepasst! Kinder - egal ob sie auf Skiern oder mit dem Brett unterwegs sind - sollten mit einem Helm ausgestattet sein, für Snowboarder werden zusätzlich Handgelenksschoner und Handschuhe empfohlen! Ein Bindungscheck vor der Skisaison erweist sich als eine der wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen! Beachten Sie immer Markierungen, Signale und allgemeine Pistenregeln! Brillen und Kontaktlinsen immer tragen!

-) Beim Eislaufen: Wer Natureis dem Künstlichen vorzieht, sollte unbedingt die Dicke der Eisdecke beachten! Unter bestimmten Telefonnummern kann man darüber Auskunft erhalten (z.B.: Eistelefon am Neusiedlersee)! Handschuhe nicht vergessen! Kinder sollten mit einer Schutzausrüstung versehen werden, wie etwa einem Helm! Bremsbereites Fahren ist angesagt - immer dem eigenen Können angepasst! Auf langsame Fahrer muss Rücksicht genommen werden!

-) Beim Kochen und Backen: Eifrige Köche dürfen sich von herumwuselnden Kindern nicht nervös machen lassen. Hektik ist in der Küche fehl am Platz! Heiße Backbleche nie ohne Kochhandschuh oder Geschirrtuch anfassen! Vorsicht vor heißen Glasuren und Herdplatten!

-) Bei Kerzen und Adventkränzen: Adventkränze die bereits unmittelbar nach dem Kauf Nadeln verlieren haben alte Zweige und sind daher brandgefährdet! Ausreichend Abstand zu den Vorhängen oder anderen leicht entflammbaren Gegenständen halten! Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt und ersetzen Sie abgebrannte Kerzen rechtzeitig durch neue!

Rückfragen & Kontakt:

Institut Sicher Leben
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Mag. Alexandra Ludvik
Tel.: (++43-1) 71 770/225

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