Sausgruber zu 30 Jahre IBK: Regio Bodensee hat Zukunft

"Mehr Gewicht für die Regionen in Europa" – IBK-Regierungschefskonferenz am 5. Dezember 2002 in Herisau

Bregenz/Herisau (VLK) – Anlässlich des bevorstehenden Jubiläums "30 Jahre Internationale Bodenseekonferenz (IBK)"
am Donnerstag, 5. Dezember 2002 in Herisau, betont
Vorarlbergs Landeshauptmann Herbert Sausgruber die Bedeutung
der Regionen in Europa: "Ein bürgernahes Europa braucht klare Zuständigkeiten mit nachvollziehbaren Regeln. Dabei muss den Regionen künftig deutlich mehr Gewicht eingeräumt werden."
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Laut Sausgruber geht es ihm dabei vor allem "um ein
ausgewogenes Verhältnis zwischen einer handlungsfähigen EU
und der Identität in kleineren Gemeinschaften, wie Gemeinden, Ländern, Regionen und Nationalstaaten". Sausgruber: "Jede
Pflanze wächst von unten, das gilt auch für Europa".

Enge Zusammenarbeit im Nahbereich

Die Zusammenarbeit darf allerdings nicht nur auf die gesamteuropäische Ebene beschränkt werden. Sausgruber: "Auch
im Nahbereich sind gute und enge Kooperationen möglich und
wichtig. Die von der IBK angestrebte Regio Bodensee ist dafür
ein erfreuliches Beispiel."

Die Leistungs- und Erfolgsbilanz "30 Jahre IBK" kann sich
dabei durchaus sehen lassen. Neben großen Erfolgen beim Gewässerschutz verweist Sausgruber etwa auf das
Bodenseeleitbild, das wichtige Zukunftsprojekt Bodensee-
Hochschule IBH oder den umfassenden "Bodensee-Agenda"-
Prozess.

Weitere wichtige Akzente setzte die IBK aber auch in der Kulturpolitik (Fördergaben der IBK etwa für junge Kulturschaffende), bei der Raumplanung, in Verkehrsfragen (Tageskarte "Euregio Bodensee"), in der Wirtschaftspolitik (Telematik, "xchange"-Programm, Lehrlingsaustausch) oder im Tourismus (Restaurierung der "Hohentwiel").

Vier Milliarden Euro zur "Rettung des Bodensees" investiert

Gegründet wurde die IBK im Jahr 1972. Sie hat sich seitdem
von einem reinen "Zweckverband zur Rettung der Wasserqualität
im Bodensee" (rund vier Milliarden Euro wurden rund um den
Bodensee in den Gewässerschutz investiert! Dank gemeinsamer Anstrengungen gelten am Bodensee die weltweit strengsten Abgasvorschriften für Schiffsmotoren!) zu einem "politischen Gebilde" mit Zusammenarbeit auf fast allen Bereichen
staatlicher Tätigkeit entwickelt.

In der IBK arbeiten die deutschen Länder Bayern und Baden-Württemberg, das Fürstentum Liechtenstein, die Schweizer
Kantone St. Gallen, Thurgau, beide Appenzell, Zürich und Schaffhausen sowie das österreichische Land Vorarlberg
zusammen. Das Kerngebiet der Regio Bodensee umfasst rund
14.460 Quadratkilometer bzw. etwa 3,6 Millionen Menschen.
(pam,nvl)

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