ÖGJ: Jugendarbeitslosigkeit darf nicht verharmlost werden

Signifikante Verbesserung bei weitem nicht zu sehen

Wien (ÖGJ). "Zahlen schön zu reden war schon immer das liebste Hobby von Minister Bartenstein, aber mit seiner gestrigen Aussage hat er sich selbst übertroffen. Einen Anstieg der Arbeitslosigkeit bei 15- bis 19-Järhigen um 6,4 Prozent und bei 19- bis 24-Jährigen um 9,9 Prozent als signifikante Verbesserung für Jugendliche zu bezeichnen, kann wohl nur als schlechter Scherz verstanden werden", erklärt Albert Maringer, Bundesvorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). Von einer Jugendbeschäftigungsinitiative der Regierung zu sprechen, hält Maringer für maßlos übertrieben. "Was hier viel zu spät beschlossen wurde, ist nicht mehr als ein Anfang und ein Notprogramm."++++

"Die 1.000 Euro Förderung pro Lehrling und Lehrjahr sind zwar ein guter Anfang, insbesondere weil sie einen Beginn des von uns lange geforderten Lastenausgleichs sind, dennoch fehlen jede Art von Qualitätskriterien. In der derzeitigen Form kann der Betrag nur als Kopfgeld verstanden werden", so Maringer. Aber auch das Ausweiten der Lehrgänge könne in keinem vergleichbaren Standard zu früheren Maßnahmen gesehen werden. "Wir fordern die Wiedereinführung von Stiftungen, in denen Jugendliche ihre Lehre auch abschließen können."

ÖGB, 4. Dezember 2002
Nr. 935

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