Grüne/Jerusalem: Unfassbar! Schüler-Sheriff-Dienst in Mödling

Jerusalem: "Hoffentlich kein Virus, der Wien befällt."

Wien (Grüne) - An der HTL Mödling patrouillieren Schüler und melden Störenfriede. Die jungen Sheriffs sollen "Security-Dienste" leisten, die PädagogInnen scheint das nicht zu stören, nur der Elternvereinen kritisiert. Das Zentrum der niederösterreichischen Pädagogik, der schwarze Landesschulrat ist jedenfalls zufrieden. Susanne Jerusalem, Schulsprecherin der Wiener Grünen hofft, dass es sich um keinen grenzüberschreitenden Virus handelt. "Derart durchgeknallte Ideen kommen normalerweise nur im Film vor."

"Gangaufsicht" durch HTL-Schüler: An der Schule mit der größten Schülerzahl Österreichs patrouillieren unter dem Arbeitstitel "Gangaufsicht" Schüler. Disziplinwidrigkeiten wie Schrei- und Raufduelle, Rauchen auf den Toiletten und Hinauswerfen von Gegenständen aus den Fenstern sollen festgestellt und gemeldet werden. Angeordnetes "Verpetzen" soll Disziplin herstellen. Der Landesverband der Elternvereine bezweifelt, dass Vernadern die Sozialkompetenz der Jugendlichen erhöht und zu einem besseren Schulklima führt, wie das die Schulleitung erhofft.

Stolz scheint man darauf zu sein, dass der "Schüler-Security-Dienst" die Namen der "Störenfriede"und "Sünder" nicht nennen müsse. Als besonderen Gag hat man sich einfallen lassen, dass die Schüler, die mit der Gangaufsicht beauftragt werden, auch Lehrer melden sollen, die ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen. Gemeinderätin Susanne Jerusalem schlägt vor, die Schüler sollten eine einzige Meldung machen und als Störenfried den Direktor namhaft machen, der diese besondere Art des sozialen Lernens eingeführt hat. Jerusalem: "Wenn der Direktor auf Zeit bestellt wurde, dann sollte er wieder abbestellt werden, damit sich die Vorbildwirkung in Grenzen hält."

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