"Kleine Zeitung"-Kommentar: "Seifenblase" (Von Carina Kerschbaumer)

Ausgabe vom 4. Dezember 2002

Graz (OTS) - Angesagte Revolutionen finden bekanntlich selten
statt. Und so haben nun auch die freiheitlichen "Konterrevolutionäre", die den Einfluss der Knittelfelder Rebellen brechen wollten, bereits vor dem Gang in die Arena das Handtuch geworfen.

Eine logische Konsequenz von Norbert Gugerbauer, dem offenbar der Kampfeswille fehlte. Und wohl auch der Mut zum letzten Risiko. Der Wunschkandidat der freiheitlichen "Gegenbewegung" zu Knittelfeld und Jörg Haider hat hinter den Kulissen ausgelotet - und ausloten lassen. Mit dem Ergebnis, dass er am Parteitag keine Chance bei einer Kampfabstimmung gegen Herbert Haupt gehabt hätte.

Auf die Konterrevolution wird also nun verzichtet. Eine Seifenblase, die bei der ersten Berührung mit der Wirklichkeit zerplatzt ist. Eine Wirklichkeit, die eine andere ist als jene von Gugerbauer & Co. Eine Wirklichkeit, die sich aber durchaus mit der Analyse von Norbert Gugerbauer trifft. Die Partei, befindet Gugerbauer, sei noch nicht so weit, dass sie sich von der Person Jörg Haiders emanzipiert.

Gugerbauer wird lange warten müssen. Ein wirklicher Emanzipationsprozess ist mit Herbert Haupt als neuen Obmann nicht in Sicht.****

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