VP-STROBL: Wien muss das Angebot an Pflichtschulen vergrössern

Kritik am Bund alleine ist viel zuwenig!

(Wien, 3.12.2002) Der Wiener VP-Bildungssprecher Walter Strobl kritisierte heute die polemischen Aussagen der Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl und der Grünen Gemeinderätin Susanne Jerusalem. Die geäußerte Kritik ist seiner Auffassung nach nicht nachvollziehbar. "Seit Jahrzehnten gibt es in Wien auch Privatschulen. In Wien waren die Privatschulen schon immer von erheblicher Bedeutung. 16 % der Wiener Schülerinnen und Schüler besuchen eine private Bildungseinrichtung im BHMS-Bereich. 14% der Pflichtschüler besuchen eine private Volks- Haupt- oder Sonderschule. Würde man hier die gleiche Kritik üben, dass es sich dabei um "Schulgeld" handle, dann muss man die Stadtschulratspräsidentin auffordern deutlich mehr Pflichtschulen zu bauen. Auf Grund vergleichbarer Schülerzahlen mit anderen Bundesländern fehlen demnach in Wien mehr als hundert Hauptschulen." so der Wiener VP-Bildungssprecher.****
STROBL erinnerte in diesem Zusammenhang auch den erheblichen Beitrag des Bundes zur Wiener Schullandschaft "Der Bund erfüllt in Wien seine Aufgaben über jede Gebühr und stellt damit sicher, dass es ein ausreichendes Angebot an Bundesschulen gibt. Mehr wünschen kann man sich immer. Die Frage ist nur, welcher Schultyp ist der richtige? Mit der höchsten "Dropout - Rate" in ganz Österreich im gesamten höheren Schulwesen, zeigt Wien, dass es zwar viele Schüler in die höheren Schulen schickt, dass dies aber offensichtlich nicht immer die richtige Schulwahl ist. Wien erspart sich durch derartige verunglückte Schullaufbahnen sowohl in der Schulerhaltung als auch in der Betreuung der Kinder Milliarden," hielt der VP-Bildungssprecher dazu fest.
Er wies seinerseits auch auf die Wiener Alternativschulen hin. "Die Frau Präsidentin und Frau Kollegin Jerusalem vergessen immer wieder gerne, dass die von der Stadt Wien reichlich subventionierten Alternativschulen ebenfalls ein Schulgeld einheben. Ich habe interessanterweise da noch nie irgendwelchen Wiederspruch gehört," so STROBL weiters.

Der Wiener VP-Bildungssprecher forderte deshalb von den Verantwortlichen in Wien endlich einen Generalplan für den Bau neuer Schulen auszuarbeiten und diesen ehestmöglich umzusetzen. "Die Regierenden in dieser Stadt sollen nicht andauernd den Bund anprangern. Eigene Initiativen wären jetzt wirklich notwendig. Denn im Moment ist die Bildungspolitik der Bundeshauptstadt nur Flickwerk. Bis heute ist die gesamte Schulplanung und auch die Sanierung nur Pfusch. Jede zweite Firma, die von der Stadt mit der Sanierung von Pflichtschulen betraut wurde, geht in kurzer Zeit in Konkurs. Zahlreiche Baustellenruinen, die den Unterricht massiv über Monate hindurch stören sind die Folge. Was in Wien fehlt, ist ein professionelles konzeptives Vorgehen z.B. mit Generalunternehmen, die dann für allerlei Ausfälle auch haften. Privatwirtschaftliche Grundsätze und ökonomische Grundprinzipien sind der SPÖ-Wien jedoch fremd. Sie setzt lieber auf Uraltmodelle der Finanzierung und hat dann über all zu wenig. Die Folge ist ein Flickwerk der besonderen Art. Es sind die Schüler, Eltern und Lehrer, die darunter zu leiden haben. Die SP-Alleinregierung ist nun wirklich dazu angehalten, einen eigenen Schulentwicklungsplan vorzulegen," so der STROBL dazu. (SCHLUSS)

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