AMS NÖ: Arbeitslosigkeit nimmt langsamer zu

Wien (OTS) Die geringe Wirtschaftsdynamik (österreichweites Wirtschaftswachstum liegt bei 0,9 %) schlägt sich heuer sehr deutlich in sinkender Beschäftigung und steigender Arbeitslosigkeit nieder.

Waren Ende Oktober des Vorjahres (Beschäftigtendaten nach Wirtschaftsbereichen liegen für November noch nicht vor) noch 515.295 NiederösterreicherInnen unselbständig "aktiv" beschäftigt - also ohne Karenzgeld- und KindergeldbezieherInnen und Präsenzdiener -, so sind es Ende Oktober 2002 "nur" mehr 511.140 (davon Männer:294.858 oder -2.878 und Frauen: 216.282 oder - 1.277). Das bedeutet einen Rückgang der Aktivbeschäftigung von 0,8 %.

In Niederösterreich sind Ende November 2002 insgesamt 36.445 Personen arbeitslos vorgemerkt, um 1.988 oder 5,8% mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Die Arbeitslosigkeit stieg somit Ende November langsamer als noch in den Monaten zuvor (Sept.: + 15,5; Okt.:
+ 10,3 %), da zum einen die Schulungsaktivitäten gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden konnten und zum anderen die Vorjahreswerte relativ hoch gewesen waren. Österreichweit stieg die Arbeitslosigkeit um 5,4% auf insgesamt 237.070 Personen.

Die Arbeitslosigkeit der Männer stieg Ende November gegenüber dem Vorjahr um 7,0% (+ 1.315), die der Frauen um 4,3% (+ 1.055 Vorgemerkte). Die Zahl der Jugendlichen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren ist gegenüber dem Vormonat trotz des im Oktober gestarteten Qualifizierungsprogramms um 651 (+11,8%) auf insgesamt 6.148 gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr beträgt der Anstieg 425 od. 7,4 %.

Auch 2003 keine Entlastung des Arbeitsmarktes zu erwarten

Ein Aufschwung, der diesen Namen verdient, ist auch für das Jahr 2003 nicht in Sicht, noch dazu, wenn man in Rechnung stellt, dass die Steigerung der Produktivität um 1,4 % den Beschäftigungseffekt eines 1,5 %igen Wirtschaftswachstums fast zur Gänze zunichte machen wird. Vor diesem Hintergrund rechnet das AMS NÖ für das Jahr 2003 mit einem Rückgang der Aktivbeschäftigung um weitere 0,4 % (abs. - 1.900) auf insgesamt 501.600.

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit wird sich zwar verlangsamen, aber Niederösterreich wird die Abschwungphase der regionalen Arbeitsmarktkonjunktur von Wien des Jahres 2003 voll zu spüren bekommen. Für 2003 wird sich die Arbeitslosigkeit aus Sicht des AMS NÖ auf einen durchschnittlichen Wert von 40.300 erhöhen (+ 1.800 od. 4,7 % gegenüber 2002). Das ergäbe für das Jahr 2003 in Niederösterreich eine Arbeitslosenquote von max. 7,2 % und eine Steigerung um 0,3 %-Punkte.

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