AK fordert: Schluss mit dem Geschäft mit der Gesundheit

Magnetfeldtherapie verspricht viel, was sie nicht halten kann - Mehr Schutz für Konsumenten

Wien (AK) - Die AK fordert mehr Schutz für Konsumenten bei Geschäften mit der Gesundheit. Gerade Magnetfeldgeräte werden zunehmend unkontrolliert und mit überzogener Werbung teuer im zB Gasthaushinterzimmer verkauft. Die versprochene Wirkung gibt es nur in wenigen Fällen. Daher will die AK, dass Magnetfeldtherapiegeräte nur unter ärztlicher Verordnung und Aufsicht angewendet werden dürfen. Außerdem muss das Gesundheitsministerium Werbung und Vertrieb verstärkt kontrollieren und wirksame Strafen verhängen.

Die Magnetfeldtherapie ist in aller Munde. In Inseraten wird viel versprochen, aber auch verschweigen, dass nur bei einigen wenigen Krankheiten eine positive Wirkung tatsächlich erwiesen ist. Außerdem reagieren die Menschen unterschiedlich auf magnetische Felder. Oft lautet daher die bittere Erfahrung: Außer Spesen nichts gewesen. Produkte, die äußerlich angewendet werden und zur Linderung, Heilung oder Diagnose von Krankheiten dienen, unterliegen dem Medizinproduktegesetz, das den Verkehr und die verschiedenen Voraussetzungen für so unterschiedliche Produkte wie Pflaster, Infusionsnadeln oder Herzschrittmacher regelt.

Magnetfeldtherapiegeräte sind Medizinprodukte der Klasse IIa, die nur über geschultes Personal abgegeben werden dürfen. Ein spezieller Vertriebsweg wird nicht vorgegeben. Es ist jedoch vorgesehen, dass der Gesundheitsminister das über Verordnung regeln kann. Die Werbung ist strengen Regeln unterworfen. Zuständige Aufsichtsbehörde ist das Gesundheitsministerium. Verschiedenste Magnetfeldgeräte werden zunehmend unkontrolliert und mit überzogener Werbung zu Preisen mit bis über 2.500 Euro im Direktvertrieb, im Gasthaushinterzimmer, über Masseure und im "normalen" Handel ohne Beratung an Konsumenten verkauft.

Die wissenschaftliche Datenlage zur Wirksamkeit ist äußert "dünn". Eine Studie des österreichischen Bundesinstituts für Gesundheitswesen hat ergeben, dass nur wenige Publikationen zum Thema einer kritischen Beleuchtung standhalten. Lediglich als Begleittherapie bei der Schmerzbehandlung sowie bei Knochenbrüchen und anderen Knochenverletzungen scheint die positive Wirkung hinreichend belegt. Andererseits sind Gegenanzeigen zu beachten, bei welchen die Magnetfeldtherapie keinesfalls unkritisch angewendet werden darf.

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