AMS Wien: Knapp über 71.000 Menschen im November arbeitslos

Zuwachs an Arbeitslosigkeit von 4,5 Prozent gegenüber November 2001 - Anstieg in Wien liegt unter Österreichschnitt - Jugendliche weiterhin betroffen

Wien (OTS) - Exakt 71.099 arbeitslose Personen wies die Wiener Statistik zum Stichtag Ende November aus, dies entspricht einem Anstieg von 3.094 Personen oder 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wien findet sich damit beim prozentuellen Anstieg der Arbeitslosigkeit unter allen Bundesländern erst an siebenter Stelle und liegt zusammen mit Salzburg, Kärnten und Tirol unter dem Österreichschnitt von 5,4 Prozent.

42.757 Männer (plus 2.332 oder 5,8 Prozent) und 28.342 Frauen (plus 762 oder 2,8 Prozent) waren Ende November arbeitslos vorgemerkt. Die Männerarbeitslosigkeit stieg also weiterhin etwas stärker an als jene der Frauen.

Arbeitslosigkeit bei AusländerInnen Anders die Situation bei den arbeitslos gemeldeten AusländerInnen: Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in dieser Gruppe liegt in Wien deutlich unter dem Gesamtanstieg, nämlich bei plus 2,6 Prozent auf 14.762 Vorgemerkte. Dieser geringere Anstieg geht zum Großteil zu Lasten der Frauen, ein Trend, der sich seit Anfang dieses Jahres bemerkbar macht. Im November stieg die Arbeitslosigkeit ausländischer Frauen um 6,4 Prozent auf 5.120 Vorgemerkte, bei Männern um 0,6 Prozent auf 9.642 Vorgemerkte.

Arbeitslosigkeit nach Alter Ende November waren in Wien 7.340 Menschen zwischen 19 und 25 Jahren vorgemerkt, diese Gruppe verzeichnete damit den höchsten Anstieg aller Altersgruppen (plus 16,1 Prozent). Die Arbeitslosigkeit der 15- bis 19-Jährigen sank dagegen um 5,5 Prozent auf 1.143 Personen.

Im Haupterwerbsalter (25 bis 45 Jahre) stieg die Arbeitslosigkeit um 3,1 Prozent auf 36.831 Vorgemerkte, bei der Altersgruppe ab 45 Jahren um 4,1 Prozent auf 25.785 Personen.

Arbeitslosigkeit nach Berufen Den höchsten absoluten Bestand an Arbeitslosen verzeichnen Büroberufe mit 11.617 Vorgemerkten, mit einem Anstieg von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Sinkende Arbeitslosigkeit weisen Metall-Elektroberufe (minus 2,5 Prozent auf 7.832 Vorgemerkte) und Bauberufe (minus 10,2 Prozent auf 6.051 Vorgemerkte) auf.

Der stärkste prozentuelle Anstieg ist nach wie vor bei den technischen Berufen zu beobachten, und zwar um 35, 2 Prozent auf 3.234 Vorgemerkte. Danach folgen Handel (plus 17,6 Prozent auf 7.388 Personen), Nahrung (plus 14,6 Prozent auf 908 Personen), Verkehr (plus 11 Prozent auf 3.658 Personen) und Lehr- und Kulturberufe (plus 7,7 Prozent auf 2.954 Personen). Letztere Gruppe umfasst übrigens eine sehr breite Palette an Berufen, wie z.B. Zoologe/in, Journalist/in, Kindergärtner/in oder Fahrlehrer/in.

Offene Stellen Wien verzeichnete Ende November mit 2.805 gemeldeten offenen Stellen den stärksten Rückgang aller Bundesländer (um 27,9 Prozent). Schon im Vergleichsmonat des Vorjahres, im November 2001, musste das AMS Wien ein Minus von 34,2 Prozent gegenüber dem Jahr 2000 hinnehmen: Im November des Jahres 2000 waren noch 5.920 gemeldete offene Stellen vorhanden.

Lehrstellenmarkt Dem AMS Wien waren Ende November 130 sofort verfügbare offene Lehrstellen gemeldet, ein Plus von 46 Stellen (54,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahresmonat. Dazu kommen 51 noch nicht verfügbare gemeldete offene Lehrstellen. Dem gegenüber stehen 1.252 lehrstellensuchende Jugendliche, um 380 oder 43,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Schulungsaktivitäten Neben dem Regeljahresprogramm und zusätzlichen Aktionen des AMS Wien trugen auch die Initiativen der Bundesregierung und der Stadt Wien zu einem weiteren Zuwachs an in Schulung befindlichen Personen bei. Ende November befanden sich insgesamt 14.746 Menschen in Schulungen des AMS Wien, ein Plus von 44,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

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