Fünf Jahre NÖ Mehrwegwindel-Aktion

Sobotka: NÖ hat hohe Trennquote bei Abfällen

St.Pölten (NLK) - 5 Jahre Mehrwegwindel zur umweltfreundlichen Versorgung von Kleinkindern - das war heute das Thema einer Pressekonferenz im Krankenhaus in Lilienfeld, zu der Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka und die NÖ Abfallverbände mit Direktor Alfred Weidlich an der Spitze eingeladen hatten. Die Abfallwirtschaft erfreue sich größter Aufmerksamkeit des Landes, sagte Sobotka. Seit 1990 sei die Restmüllmenge um 90 Prozent reduziert worden. Gleichzeitig sei die Menge der Altstoffe vervierfacht worden. Niederösterreich habe eine hohe Trennquote bei Abfällen. Die Verwendung von Mehrwegwindeln sei neben anderen Aktionen wie z.B. der Elektroschrottsammlung ein wichtiger Baustein der Müllvermeidungsmaßnahmen in Niederösterreich.

Neugeborene Kinder in der Familie sind oft der Anlass, sich nicht nur mit der Ernährung und der Pflege des Babys, sondern auch mit der Frage nach einem kinder- und umweltfreundlichen Wickelsystem auseinander zu setzen. Das Land Niederösterreich, die NÖ Abfallverbände, die Gemeinden sowie der Handel fördern den Ankauf von modernen Mehrweg-Höschenwindeln mit 95 Euro. Das Resultat: Mehr als 2.000 Kinder wurden bis jetzt "clever" gewickelt und dazu noch mit großem Erfolg, wie eine vom Land Niederösterreich und den NÖ Abfallverbänden durchgeführte Umfrage beweist: 97 Prozent der Befragten sind mit den verwendeten Mehrwegwindeln zufrieden, 80 Prozent der Eltern haben dieses System während der gesamten Wickelperiode beibehalten.

In der Abteilung Geburtshilfe des Krankenhauses Lilienfeld kümmerten sich 6 Ärzte, 9 Hebammen und 7 Kinderkrankenschwestern im Jahr 2001 um die Versorgung von rund 455 Geburten. Seit diese Abteilung besteht, werden Neugeborene mit Stoffwindeln gewickelt. Früher gab es keine andere Möglichkeit, heute sind es vor allem medizinisch-pflegerische und ökologische Aspekte, die weiterhin für die Mehrwegwindeln sprechen. Die Kosten in diesem Krankenhaus betrugen für Mehrwegwindeln im Vorjahr rund 2.050 Euro. Für Einwegwindeln würden etwa 1.900 Euro an Kosten anfallen. Gewinner am Mehrwegsystem ist aber eindeutig die Umwelt, weil die Rohstoffe viel länger im Kreislauf bleiben.

Bei der Pressekonferenz erhielten 22 Eltern Warengutscheine, die vom Land Niederösterreich, von den Abfallverbänden und vom Windelhandel gespendet wurden.

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