AK: Kein Ausverkauf der Post!

Ein überhasteter Verkauf der Post AG zur kurzfristigen Budgetverschönerung hilft niemandem und gefährdet die flächendeckende Versorgung!

Wien (AK) - Nach den nun bekanntgewordenen Plänen des Finanzministers hätte die Post AG kurzfristig bereits wenige Tage nach der Wahl und noch vor dem Zustandekommen der neuen Bundesregierung ans Ausland verkauft werden sollen. Nach der allgemein schwierigen Wirtschaftslage und den besonderen Problemen bei der Umstrukturierung der Post AG ist der Zeitpunkt eines Verkaufes denkbar ungünstig und kann nur mit der Notwendigkeit einer raschen Budgetverschönerung erklärt werden. Die AK kritisiert den Ausverkauf der Post AG und fordert die zukünftige Bundesregierung auf, die Versorgung der Bevölkerung mit wichtigen Dienstleistungen sicherzustellen und die Infrastrukturunternehmen in österreichischer Hand zu belassen.

Eine Privatisierung von Infrastrukturunternehmen stellt immer eine Gefahr für die Versorgung der gesamten Bevölkerung mit Basisdienstleistungen dar. Dies gilt natürlich auch für die gelbe Post. Weitere Liberalisierungsschritte auf EU-Ebene und damit stärkeren Wettbewerb machen es bereits jetzt notwendig, die Leistungen der Post einzuschränken und umzustrukturieren. Postämterschließungen, Schwierigkeiten bei der Zustellung und der Abbau von Arbeitsplätzen sind an der Tagesordnung.

Ein Verkauf und damit die Abgabe von Entscheidungskompetenzen würden diese Situation verstärken. Ein unüberlegter Verkauf könnte eine Gefährdung der flächendeckenden Versorgung bzw einen Rückgang der Versorgungsqualität bedeuten, fürchtet die AK. Die Erhaltung starker Unternehmen mit österreichischen Konzernzentralen ist eine wichtige Voraussetzung für einen attraktiven Wirtschaftsstandort und damit für die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen.

Die AK kritisiert deshalb den verantwortungslosen Ausverkauf der Post AG und fordert die zukünftige Bundesregierung auf, die Versorgung der Bevölkerung mit wichtigen Dienstleistungen sicherzustellen und die Infrastrukturunternehmen in österreichischer Hand zu belassen.

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