KUKACKA: GEISTERFAHRERKRALLEN AUF ALLEN OÖ. AUTOBAHNAUFFAHRTEN - ZUERST FACHLICHE EINWÄNDE KLÄREN!

Wien, 2. Dezember 2002 (ÖVP-PK) Zweifellos müssen alle Möglichkeiten ausgenützt werden, die Gefahren durch Geisterfahrer auf Autobahnen zu vermindern, stellte ÖVP-Verkehrssprecher Abg. Mag. Helmut Kukacka heute, Montag, zur Ankündigung von LH-Stv. Erich Haider fest, dass in den nächsten Jahren alle 80 Autobahnauffahrten in Oberösterreich mit "Geisterfahrer-Krallen" versehen werden. Dazu müsse es aber auch eine entsprechende Zustimmung der ASFINAG und des Infrastrukturministeriums geben, die jedenfalls bisher nicht vorliege. Es bestünden nämlich erhebliche fachliche Bedenken gegen den Einsatz dieser Krallen, die übrigens genau wegen dieser Einwände in der EU bisher nicht eingesetzt würden, gab Kukacka zu Bedenken. ****

Die fachlichen Bedenken gegen diese Pläne bestehen darin, dass z. B.
- die Sensoren und Auslöseeinrichtungen für die Geisterkrallen fehleranfällig seien und das System insgesamt noch keine Marktreife aufweise und sie deshalb auch nicht in der EU eingesetzt würden.
- neue Reifen-Generationen durch Krallen nicht mehr sicher gestoppt werden könnten,
- dort, wo die Krallen tatsächlich wirken, das Fahrzeug in der Gegenrichtung hängenbleiben würde und deshalb eine große Aufprallgefahr für den von der Autobahn abfahrenden Verkehr bedeuten würde.

"Ich fordere deshalb LH-Stv. Haider auf, mit dem Infrastrukturministerium, der ASFINAG und der Autobahnabteilung des Landes Oberösterreich die noch offenen Probleme in diesem Zusammenhang zu klären", sagte Kukacka.

Ungeklärt seien außerdem noch eine Reihe von finanziellen Fragen, wie die Höhe und Bezahlung der Betriebs- und Wartungskosten. Darüber hinaus würde dieses System nur dann der Verkehrssicherheit entsprechen, wenn sämtliche Standorte über eine Datenanbindung zur nächsten Autobahnmeisterei verfügen, denn eine länger andauernde Blockade an einer Auffahrt oder Abfahrt würde eine neuerliche Gefahrenquelle für die Verkehrssicherheit bedeuten, warnte Kukacka.

Der ÖVP-Verkehrssprecher forderte deshalb, dass alle diese offenen Fragen zwischen LH-Stv. Haider, dem Infrastrukturministerium und der ASFINAG sowie der Autobahnabteilung des Landes geklärt werden müssen, weil ansonsten mit einer voreiligen und unkoordinierten Ankündigungspolitik mehr Schaden als Nutzen für die Verkehrssicherheit entstehen würde.
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