WIR GRATULIEREN Runde Geburtstage im Dezember

Wien (PK) – Im Dezember feiern folgende (ehemalige) MandatarInnen runde Geburtstage:

der ehemalige Abgeordnete Komm.-Rat Dkfm. Wilhelm GORTON (V) –
80. Geburtstag am 1. Dezember,

der Staatssekretär a.D. sowie ehemalige Abgeordnete und Bundesrat Dr. Ernst Eugen VESELSKY (S) – 70. Geburtstag am 2. Dezember,

der Landeshauptmann a.D. und ehemalige Bundesrat Leopold WAGNER
(S) – 75. Geburtstag am 4. Dezember,

die Präsidentin und Vizepräsidentin des Bundesrates Bundesrätin Anna Elisabeth HASELBACH (S) – 60. Geburtstag am 6. Dezember,

die ehemalige Bundesrätin Rosa HEINZ – 80. Geburtstag am 6. Dezember,

der Dritte Präsident des Nationalrates a.D. sowie ehemalige Abgeordnete und Bundesrat Dr. Siegfried DILLERSBERGER (F) – 60. Geburtstag am 21. Dezember,

der ehemalige Bundesrat Hans SCHOBER (S) – 75. Geburtstag am 25. Dezember,

der ehemalige Bundesrat Kurt STEPANCIK (S) – 80. Geburtstag am
27. Dezember,

der ehemalige Abgeordnete Johann SCHUSTER (V) – 60. Geburtstag am 30. Dezember,

der Staatssekretär a.D. und ehemalige Abgeordnete Dkfm. Ferdinand LACINA (S) – 60. Geburtstag am 31. Dezember,

der ehemalige Bundesrat Reg.-Rat Max LAKITSCH (S) – 75.
Geburtstag am 31. Dezember.

ANNA ELISABETH HASELBACH 60

Das langjährige Präsidiumsmitglied des Bundesrates Anna Elisabeth Haselbach feiert am 6. Dezember ihren 60. Geburtstag. Geboren
1942 in Berlin, besuchte sie die Schulen in Wien, wo sie 1961 maturierte. Haselbach wirkte bis 1977 im Bundesfrauensekretariat
der SPÖ, ehe sie als Beamtin im Bundesministerium für
Wissenschaft und Forschung tätig wurde, wo sie dem Büro der Bundesminister Firnberg und Fischer angehörte. Nach 1987
arbeitete sie in der Sektion Forschung des Ministeriums und avancierte 1999 zur Amtsdirektorin.

Ab 1978 war Haselbach als Bezirksrätin in Wien-Brigittenau tätig, im Mai 1987 wurde sie Landtagsabgeordnete in Wien. Der Wiener Landtag entsandte Haselbach nach den Kommunalwahlen vom November 1987 in den Bundesrat, wo sie 1991 erstmals die Präsidentschaft
in der Länderkammer übernahm. 1995 und 2000 übte sie dieses Amt abermals aus, seit Januar 1996 ist Haselbach - abgesehen von
ihrer turnusgemässen Präsidentschaft anno 2000 - als Vizepräsidentin der zweiten Kammer des Hohen Hauses tätig.

LEOPOLD WAGNER 75

Der langjährige Landeshauptmann von Kärnten Leopold Wagner feiert am 4. Dezember seinen 75. Geburtstag. Geboren 1927 in Klagenfurt, besuchte er ab 1942 die dortige Lehrerbildungsanstalt, bis er
1944 zur deutschen Wehrmacht eingezogen wurde. Nach dem Krieg schloss Wagner seine Ausbildung zum Lehrer ab und engagierte sich nebenbei bereits unmittelbar nach Kriegsende in der wiedererstandenen Sozialdemokratie.

Von 1947 bis 1965 wirkte Wagner im Schuldienst, dabei die Fächer Deutsch, Geschichte und Geographie an verschiedenen Klagenfurter Schulen unterrichtend. 1965 holte der neue Kärntner SPÖ-Landesvorsitzende, Landeshauptmann Sima, Wagner als Landesparteisekretär in die 10. Oktoberstraße, im März 1966 entsandte der Kärntner Landtag Wagner in den Bundesrat.

Im März 1970 erfolgte der nächste Karrieresprung für Wagner, er wurde Landesrat und stieg 1973 zum Landeshauptmannstellvertreter auf. Als Sima im Zuge des sogenannten "Ortstafelkonflikts" 1974
als Landeshauptmann zurücktrat, folgte ihm Wagner in dieser Funktion nach. In der Folge wurde Wagner auch Parteiobmann und bekleidete Vorsitzendenfunktionen im Kärntner ARBÖ und im Kärntner ASKÖ.

Wagner verteidigte 1979 und 1984 die absolute Mandatsmehrheit der Kärntner SPÖ im Landtag und war bereits als Spitzenkandidat für die Landtagswahlen im Frühjahr 1989 designiert, als er von einem ehemaligen Schulkollegen im Dezember 1987 bei einem
Attentatsversuch schwer verletzt wurde. Wagner konnte zwar auf seinen Posten als Landeshauptmann zurückkehren, zog sich aber bereits im Herbst 1988 aus der aktiven Politik zurück. Sein Nachfolger konnte die SPÖ-Mehrheit in Kärnten nicht verteidigen, in der Folge wurde Kärnten zum zweiten Bundesland, in welchem
nicht sämtliche Landeshauptleute der Zweiten Republik der
gleichen Partei angehörten.

FERDINAND LACINA 60

Am letzten Tag des Jahres feiert das langjährige
Regierungsmitglied Ferdinand Lacina seinen 60. Geburtstag.
Geboren 1942 in Wien, besuchte er nach der Matura die damalige Hochschule für Welthandel, die er mit der Verleihung des Titels Diplomkaufmann abschloss. Bereits frühzeitig hatte sich Lacina,
aus einer sozialdemokratischen Familie stammend, selbst politisch engagiert und trat 1959 dem Verband Sozialistischer Mittelschüler (VSM) bei, dessen Vorstand er - bezeichnenderweise als Kassier -geraume Zeit angehörte. Nach der Matura wechselte er in den
VSStÖ, wo er ebenfalls Funktionen innehatte.

Ende 1964, Anfang 1965 spielte der Student Lacina erstmals eine innenpolitische Rolle, da seine Vorlesungsmitschriften die
"Affäre Borodajkewicz" ins Rollen brachten. Das ehemalige
Mitglied der NSDAP hielt auch 20 Jahre nach Kriegsende antisemitische Reden auf Universitätsboden, die von Heinz Fischer penibel dokumentiert und analysiert wurden. Borodajkewicz musste schliesslich seinen Lehrstuhl räumen, doch hatte es in diesem Zusammenhang den ersten politischen Toten der Zweiten Republik zu beklagen gegeben, als ein gerichtlich abgeurteilter Neonazi den ehemaligen KZ-Häftling und Widerstandskämpfer Ernst Kirchweger im Zuge einer Protestdemonstration erschlug.

Lacina trat 1964 in die Arbeiterkammer für Wien ein, wo er 1973 Abteilungsleiter wurde. 1980 avancierte Lacina, der in der SPÖ Wieden die Funktion des stellvertretenden Bezirksvorsitzenden ausübte, zum Kabinettschef von Bundeskanzler Kreisky, der ihn im November 1982 zum Staatssekretär im Bundeskanzleramt ernannte.

Im September 1984 wurde Lacina Verkehrsminister, ein Amt, welches
er bis Juni 1986 innehatte. Danach wirkte er neun Jahre lang als Finanzminister, ehe er sich im April 1995 aus der aktiven Politik zurückzog. Ende 1994 hatte er auch sechs Wochen dem Nationalrat angehört. Lacina wurde später Generaldirektor der Giro-Credit.

ERNST EUGEN VESELSKY 70

Wie Ferdinand Lacina kommt auch Ernst Eugen Veselsky, der heute
(2. Dezember) seinen 70. Geburtstag feiert, aus der
Arbeiterkammer. Geboren 1932 in Wien, besuchte er in Laa an der Thaya und in Wien die Pflichtschule, ehe er Ius zu studieren
begann. 1956 promovierte er zum Doktor iuris.

Schon während der Ausbildungszeit politisch aktiv - so war
Veselsky 1953/54 Vorsitzender des VSStÖ und später Landesobmann der Jungen Generation in der SPÖ -, begann er 1956 eine Karriere
in der Arbeiterkammer, in der er bis 1970 zentrale Funktionen ausübte. Im März 1970 wurde Veselsky in den Nationalrat gewählt, wenige Wochen später übernahm er unter dem neuen Bundeskanzler Bruno Kreisky den Posten eines Staatssekretärs.

1977 schied Veselsky aus dem Kabinett aus und wurde Leiter der Grundsatzabteilung der Arbeiterkammer. Nach den
Nationalratswahlen 1986 wechselte Veselsky in den Bundesrat, dem
er noch bis April 1988 angehörte. Noch bis 1995 war Veselsky überdies Vorsitzender des Österreichischen Datenschutzrates.

SIEGFRIED DILLERSBERGER 60

Einen runden Geburtstag feiert schließlich auch der ehemalige Dritte Präsident des Nationalrates Siegfried Dillersberger.
Geboren am 21. Dezember 1942 in Kufstein, besuchte er dort Volksschule und Gymnasium, ehe er an der Universität Innsbruck
Ius studierte. 1965 promovierte er zum Doktor iuris, und nach einigen Jahren als Rechtsanwaltsanwärter ließ er sich 1973 als Rechtsanwalt in Kufstein nieder.

Bereits früh in der FPÖ engagiert, kandidierte er 1974 für den Kufsteiner Gemeinderat und wurde sogleich zum Bürgermeister
seiner Heimatstadt gewählt, welches Amt er bis 1987 bekleidete. 1979 zog Dillersberger in den Tiroler Landtag ein, um im Dezember 1986 in den Nationalrat zu übersiedeln. Ab 1988 war Dillersberger überdies Landesparteiobmann der Tiroler FPÖ, zwei Jahre später wurde er auch stellvertretender Bundesparteiobmann.

Als Gerulf Stix im März 1990 aus dem Nationalrat ausschied,
wählte dieser Dillersberger zum neuen Dritten Präsidenten des Nationalrats. Dieses Amt hatte Dillersberger bis zur Neukonstituierung des Nationalrats im November 1990 inne. Dem
neuen Nationalrat gehörte Dillersberger nicht mehr an, doch
kehrte er im Februar 1993 ins Hohe Haus zurück, wo er noch bis April 1994 als Bundesrat wirkte. (Schluss)

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