ÖAMTC fordert faire Spritpreise ohne regionale Benachteiligung

Unter dem Motto "Schön wär's, wenn ... " präsentiert der Club Lösungsansätze zu aufgezeigten Missständen

Wien (ÖAMTC-Presse) - Schön wär's, wenn die Spritpreise fair, transparent und ohne regionale Benachteiligung für die Kraftfahrer gestaltet wären. "Dazu sollten die steuerbereinigten Nettopreise in Österreich jenen im EU-Durchschnitt entsprechen und der ÖAMTC nicht ständig als Mahner für die Einhaltung vager Vereinbarungen auf den Plan treten müssen", zeigt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau auf.

Der Hintergrund: Bereits unter den Ministern Hannes Farnleitner und Martin Bartenstein, haben sich in Österreich - nicht zuletzt auf Druck des ÖAMTC - Wirtschaftsministerium und Mineralölwirtschaft darüber verständigt, dass die steuerbereinigten Nettopreise für Benzin und Diesel an den heimischen Tankstellen "nur" um höchstens 2,9 Cent teurer sein dürfen als im Durchschnitt aller EU-Mitgliedsländer. Dieser Rahmen war ursprünglich als erster Schritt gedacht, um mittelfristig die Preise auf EU-Niveau zu senken.

Faktum ist heute, dass die vereinbarte Hürde zwar nie überschritten wird, jedoch auch keine deutlichen Signale Richtung EU-Niveau gesetzt werden. "Eine Preissenkung um 1,5 Cent pro Liter noch vor dem Jahresende wäre ein Zeichen. Es ist nicht einzusehen, dass sich ausgerechnet ein Industriezweig wie jener der Mineralölwirtschaft nicht am EU-Niveau orientiert, während das in allen anderen Wirtschaftsbereichen eine Selbstverständlichkeit ist", kritisiert Brugger-Brandau.

Auf Dauer gesehen, kann auch der wöchentliche "Montagseffekt" nicht verbergen, dass die Nettopreise in Österreich generell über dem EU-Durchschnitt liegen. Zu Wochenbeginn, wenn die EU-weiten Preiserhebungen für Vergleichszwecke durchgeführt werden, können sich die österreichischen Autofahrer über rund 1,5 Cent billigere Spritpreise freuen - die dann gegen das Wochenende hin immer wieder ansteigen.

Ein weiterer Missstand sind die großen regionalen Preisunterschiede, und hier insbesondere das West-Ost-Gefälle. Während die Wiener derzeit im Durchschnitt um 0,843 Euro pro Liter Superbenzin und um 0,680 Euro Diesel tanken können, liegen die Preise z.B. in Tirol bei 0,927 und 0,773. "In einem tatsächlich freien Markt mit freiem Wettbewerb muss der Konsument überall die Chance haben, günstige Tankmöglichkeiten zu finden", schließt die Verkehrswirtschaftsexpertin.

Alle Informationen für preisbewusste Kraftfahrer finden sich auf der ÖAMTC-Homepage unter http://www.oeamtc.at/sprit/, wo man auch Preistipps melden kann oder man ruft einfach die kostenlose Hotline 0800/240 120.

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ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

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