"profil": Wiener Städtische hat Probleme mit Tochter Kapital & Wert

Privatanleger fühlen sich um Millionen geprellt - Städtische-Chef Geyer: "Ordentliche Abwicklung"

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat die Wiener Stdätische Versicherung Ärger mit ihrer Tochter Kapital & Wert Vermögensverwaltung AG (K&W). Privatanleger, die sich nach 1992 bei der K&W-Immobilientochter Boden-Invest Beteiligungs-GmbH & Co KEG als Kommanditisten beteiligt hatten, fühlen sich um Mio. geprellt.

Den insgesamt 10.000 Anlegern waren jährliche Renditen in der Größenordnung von fünf Prozent und mehr in Aussicht gestellt worden -erstmals abrufbar nach zehn Jahren. Wie sich jetzt herausstellt, hat die Gesellschaft beträchtliche Teile des Anlegervermögens vernichtet. Von den insgesamt 80 Mio. Euro, die nach 1992 aufgebracht werden konnten, waren nach "profil" vorliegenden Informationen zuletzt noch 67 Mio. vorhanden. Unter Einrechnung früherer Gewinne und Zinsen betrage der seitherige Verlust insgesamt 20 Mio. Euro, so "profil". K&W-Vorstand Andreas Eder gesteht "einPerformance-Problem" zu.

Demnach seien Mitte der neunziger Jahre allein 14,5 Mio. Euro in argentinische D-Mark-Staatsanleihen geflossen, die heute praktisch wertlos seien.

Der Wiener Anlegerschützer Wilhelm Rasinger gegenüber "profil":
"Als die Herren gemerkt haben, dass sich die Renditeversprechen nicht einlösen lassen, haben sie sich auf Wertpapierspekulationen verlegt."

K&W-Hauptaktionär Wiener Städtische - die Versicherung hält 53,79 Prozent, die Bawag 15 Prozent, der Rest ist Streubesitz - arbeitet unterdessen an der Schadensbegrenzung. Generaldirektor Günter Geyer:
"Wir bemühen uns um eine ordentliche Abwicklung."

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