Ergebnisse der Wahlforschung beweisen: ÖVP ist die eindeutige Nummer 1 bei den über 60jährigen und die Nummer 1 bei Österreichs - Pensionisten!

Analyse von Fessel-GfK mit der größten Zahl der Befragten ist die unbestritten repräsentativste Untersuchung Österreichs Wien (OTS) - Das Wahlergebnis von vergangenem Sonntag zeigt in den Einzelanalysen nach Bevölkerungsgruppen den eindeutigen Sieg der ÖVP bei der älteren Generation. Von Experten wird dabei auf die Wichtigkeit der Zahl der Befragten hingewiesen, wobei die drei zum Vergleich stehenden Wähleranalysen wie folgt abschneiden: 1) Fessel-GfK mit 2.200 Befragten, 2) Sora mit 1.500 und 3) OGM mit 1.100 Befragten. Das ist der Grund weshalb fast alle führenden Medien im In- und Ausland die Fessel-GfK Zahlen als die verlässliche Grundlage verwenden, nur der ORF bediente sich der Zahl von OGM, deren Befragung am Wahltag aber bereits um 14.00 Uhr beendet wurde, um zeitgerecht zur Berichterstattung um 17.00 Uhr erste Informationen geben zu können.

Die Analyse von Fessel-GfK zeigt klare Ergebnisse und dokumentiert eindeutig den großen Sprung der ÖVP zur Nummer 1 bei der älteren Generation in Österreich. 49 % aller über 60jährigen wählten ÖVP, nur 42 % SPÖ. Damit beträgt der Vorsprung klare 7 %. Auch bei der Gruppe der Pensionisten ist die ÖVP klar voran: 46 % der Pensionisten wählten die ÖVP, nur 43 % die SPÖ:

Wie der Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, Stefan Knafl, anmerkt, hat er Verständnis für die gestrige Stellungnahme von Karl Blecha, dem Chef des SPÖ-Pensionistenverbandes, "....dass Blecha klarerweise dieses Ergebnis nicht wahrhaben will und nicht akzeptieren kann, dass Österreichs Senioren in großer politischer Reife ihr Vertrauen der Volkspartei mit Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel gaben!" Dabei sprach Blecha davon, dass "alle seriösen (?) Meinungsforschungsinstitute einen Vorsprung der SPÖ attestieren", was durch den oben angeführten Vergleich ad absurdum geführt wird. Sogar das Institut Sora bestätigt den ÖVP-Erfolg. Und laut ORF gibt es keine von "ORF-Hochrechnern ausgewiesenen Daten", sondern der ORF nannte nur die oben beschriebenen OGM Zahlen, führte aber keine eigenen Berechnungen durch.

Vergleichszahlen: Fessl-GfK/Sora/OGM

NATIONALRATSWAHLEN 2002

Fessel-GfK Finalbericht / Exit-Poll (Wählerbefragung am Wahltag)

Zahl der Befragten: 2.200

(Auszug:)

4. Wahlverhalten nach soziodemographischen Gruppen

Die Dominanz der ÖVP zieht sich durch das Gros der sozialen Gruppen. Besonders ausgeprägt war der ÖVP-Vorsprung unter Männern und hier den berufstätigen Männern (jeweils 44%), doch auch bei berufstätigen Frauen entschieden sich mehr für die ÖVP (40%) als für die SPÖ (37%). Gleichermaßen lag die ÖVP bei männlichen wie weiblichen Pensionisten vor der Sozialdemokratie.

Tab.: Wahlverhalten nach soziodemographischen Gruppen

In Prozent haben 2002 gewählt .. SPÖ ÖVP FPÖ Grüne

Männer 32 44 12 7 berufstätige Männer 30 44 14 8
nicht berufstätige Männer 14 26 14 36 Pensionisten 42 46 9 1

Frauen 40 40 8 10
berufstätige Frauen 37 40 9 11
nicht berufstätige Frauen 42 33 8 15 Pensionistinnen 44 46 5 2

Alter
Bis 29-Jährige 29 33 14 20 30-44-Jährige 35 42 11 9 45-59-Jährige 38 42 10 6 60-69-Jährige 42 46 7 2
70-Jährige und älter 41 52 6 0

Beruf
Selbständige 15 60 16 7
Freie Berufe 19 55 6 16
Beamte, öffentlicher Dienst 39 41 7 12
Angestellte 37 37 11 12
Facharbeiter, Vorarbeiter 37 39 15 4
Arbeiter (un- und angelernt) 47 26 18 3
Landwirte 2 95 1 1
Pensionisten 43 46 7 2
Hausfrauen 44 38 11 8
in Schulausbildung 24 20 7 41

Tab.: Veränderungen im Wahlverhalten soziodemographischer Gruppen 1999-2002

Veränderung in Prozent SPÖ ÖVP FPÖ Grüne

Männer +1 +18 -20 +2 berufstätige Männer +/-0 +18 -19 +3 Pensionisten +1 +19 -19 +/-0

Veränderung in Prozent SPÖ ÖVP FPÖ Grüne

Frauen +5 +13 -13 +1
berufstätige Frauen +5 +14 -13 -1 Pensionistinnen -1 +14 -14 +/-0

Alter
Bis 29-Jährige +4 +16 -21 +7 30-44-Jährige +3 +19 -18 +1 45-59-Jährige +7 +14 -11 +1
60-Jährige und älter +3 +16 -15 +/-0

Beruf
Selbständige, freie Berufe +6 +17 -17 +/-0
Beamte, öffentlicher Dienst +6 +11 -13 +/-0
Angestellte +1 +14 -11 +2
Arbeiter +6 +22 -31 +1
Landwirte +2 +8 -9 -1
Pensionisten +/-0 +16 -17 +1
Hausfrauen +11 +12 -14 +2

9. Die Autoren

Fritz Plasser ist Professor und Vorstand des Instituts für Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck und Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für angewandte Politikforschung in Wien. Peter A. Ulram ist Leiter der Abteilung Politikforschung am FESSEL-GfK-Institut in Wien und Dozent für Politikwissenschaft an der Universität Wien.

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