BMF: Private Altersvorsorge voll im Plan

Raiffeisen und Wiener Städtische starten am 1. Jänner 2003 - Nichtraunzer-Zone auf Redaktionen ausdehnen

Wien (OTS) - Plangemäß ab 1. Jänner 2003 werden die Raiffeisen-Landesbank Oberösterreich, die Raiffeisen Capital Management und die Wiener Städtische Versicherung das neue Produkt zur staatlich geförderten privaten Altersvorsorge in Österreich anbieten. Von einer Verschiebung oder umfangreichen Reparatur der vor wenigen Wochen von Finanzminister Karl-Heinz Grasser und Wirtschaftsminister Martin Bartenstein vorgestellten dritten Säule des österreichischen Pensionssystems könne daher keine Rede sein, erklärte heute das Finanzministerium in einer Aussendung.

Vielmehr seien in Expertengesprächen in der vergangenen Woche technische Details und Umsetzungsfragen diskutiert worden, um den Anbietern einen reibungslosen Start mit Jahresbeginn zu ermöglichen. Nach den dem BMF vorliegenden Informationen würden noch weitere Banken und Versicherungen das Produkt von Beginn an anbieten. Damit hätten vorsorgebewusste Österreicherinnen und Österreicher ab dem kommenden Jahr eine attraktive Auswahl an Möglichkeiten, die staatliche Pension durch ein ansprechend gefördertes und im Hinblick auf die Kapitalgarantie auch langfristig sicheres Angebot zu ergänzen.

Die private Pensionsvorsorge ist somit neben staatlicher Pension und betrieblicher Altersvorsorge ein Meilenstein zur Wahrung der materiellen Absicherung im dritten Lebensabschnitt, der gleichzeitig durch die Fokussierung der Veranlagung den österreichischen Kapitalmarkt fördern soll. Durch unseriöse journalistische Beiträge in den vergangenen Tagen werde allerdings das Ansehen des österreichischen Kapitalmarktes sowie der österreichischen börsennotierten Unternehmen beschädigt und die Kapitalversorgung der heimischen Wirtschaft gefährdet. Letztlich würden durch diese Unkenrufe Wachstums- und Innovationschancen für Firmen und Arbeitsplätze mutwillig aufs Spiel gesetzt.

Die in einer aufwändigen Werbekampagne zuletzt ausgerufene Nichtraunzer-Zone müsse dringend auf manche Redaktionen ausgedehnt werden, schlägt das Finanzministerium vor. Seitens der Finanzdienstleistungsbranche werde lediglich eine weniger starke Betonung des Aktienanteils gefordert, der in der vorliegenden gesetzlichen Fassung mit 60 Prozent angesetzt worden sei, um die Kapitalmarkteffekte stark auszuprägen. Auch in dieser Detailfrage bestehe die grundsätzliche Gesprächsbereitschaft des BMF. Unbeschadet allfälliger gesetzlicher Maßnahmen zur Feinabstimmung sei das Zukunftsvorsorgeprodukt ein großer Wurf in der Förderung der privaten Altersvorsorge sowie des österreichischen Kapitalmarktes und werde mit Jahresbeginn auf dem Markt zur Verfügung stehen.
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