Wiener Grüne/Maresch: Ohne Planung wird Wiens Mist nicht weniger werden

Maresch zur heute vorgestellten Kampagne der Umweltstadträtin Kossian "Zu viel Mist ist Mist".

Wien (Grüne) - Bezüglich der heute vorgestellten Werbekampagne "Zuviel Mist ist Mist", der Umweltstadträtin Kossina, stellt Rüdiger Maresch, Umweltsprecher der Wiener Grünen, kritisch fest, dass Wiens Mist ohne abfallwirtschaftliche Planung seitens der Stadt nicht weniger werden wird. Erst am vergangenen Mittwoch hat die SPÖ einen Antrag der Grünen gegen die Stimmen aller Oppositionspartein zur Erstellung eines Abfallvermeidungsplans für die Stadt Wien abgelehnt. 2003 Will die Stadt Wien zwar 5 Millionen Euro zur Abfallvermeidung ausgeben, aber eine Evaluierung und Auswertung der mit dieser hohen Geldsumme durchgeführten Maßnahmen lehnt die SPÖ-Stadtregierung ab.

Maresch: "Was bezüglich der zur Müllvermeidung zur Verfügung gestellten Geldmittel fehlt, ist eine strategische Planung und Zielvorgabe. Welche Abfallmengen sollen durch welche Maßnahmen in den nächsten Jahren eingespart werden? Zielvorgaben sind für eine wirkungsvolle Umsetzung von Abfallvermeidungsmaßnahmen unerlässlich. Dies bestätigen unzählige Umweltprojekte aus dem In- und Ausland. Auch das Klimaschutzprogramm Wien hat klare Vorgaben welche Zielwerte durch welche Maßnahmen erreicht werden sollen."

Die Grünen stellten daher den Antrag im Zusammenhang mit den geplanten Müllvermeidungsmaßnahmen einen jährlichen Abfallvermeidungsplan durch die Stadt Wien zu erstellen. Der Abfallvermeidungsplan sollte insbesondere enthalten:

-Zielwerte zu den Abfallmengen, aufgeschlüsselt nach Abfallfraktionen und Arten
- Darstellung der Abfallvermeidungsmaßnahmen
- Kosten und geplantes Einsparungspotential durch die Abfallvermeidungsmaßnahmen
- Grundlagen zur Budgetierung der
- Evaluierung und Analyse der im Berichtszeitraum abgeschlossenen und im Laufen befindlichen Abfallvermeidungsprojekte

"Die Ablehnung des Abfallvermeidungsplans und die Ablehnung der Evaluierung der 5 Millionen Euro-Projekte können wir nur so deuten, dass offensichtlich hohe Geldbeträge statt zur Müllvermeidung auch zur Imagewerbung der Stadträrtin genutzt werden sollen", kritisiert Maresch abschließend scharf.

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