ÖKO-Organinsationen fordern Einhaltung der Umwelt-Wahlversprechen in den Regierungsverhandlungen

Umweltorganisationen arbeiten an ökologischem Regierungsprogramm

Wien (OTS) - Zu Beginn der Regierungsverhandlungen pocht das Ökobüro, die Koordinierungsstelle der österreichischen Umweltorganisationen, mit seinen führenden Organisationen GLOBAL 2000, Greenpeace, Vier Pfoten und WWF auf die Umsetzung der vor der Wahl gemachten Umweltversprechen. Die Umweltschützer erinnern die Parteichefs eindringlich noch einmal an das "10-Punkte-Programm" des Ökobüros und fordern deren Verankerung in einem zukünftigen Koalitionspakt. "Wir werden in den nächsten Tagen und Wochen die vier Parteien genau beobachten", so Dr. Fritz Kroiss, Geschäftsführer des Ökobüros. "Darberhinaus arbeiten wir an einem ökologischen Regierungsprogramm und werden uns damit noch zu Wort melden."

Thomas Fertl von Greenpeace ist mit den Umweltversprechen der FPÖ unzufrieden: "Die FPÖ muss zuerst ihre Hausaufgaben in Sachen Ökologie machen, denn ihre Positionen vor der Wahl waren ökologisch nicht sehr fortschrittlich."

"Die Grünen dürfen sich, wenn sie nun doch in Verhandlungen eintreten sollten, ihre zentralen Umweltpositionen, wie die ausreichende Finanzierung der Klimaschutzmaßnahmen oder das ausdrückliche Nein zur Erhöhung der Euratom-Kredite, nicht weg verhandeln lassen", meint GLOBAL 2000-Sprecher Andreas Baur.

"Die '15 Punkte der SPÖ für eine lebenswerte Umwelt' dürfen keine zahnlosen Papiertiger bleiben, sondern müssen eine zentrale Rolle in den Verhandlungen spielen", fordert WWF-Pressesprecherin Andrea Paukovits.

Zentral ist natürlich die Rolle der ÖVP und ihres Umweltministers Wilhelm Molterer. Da die ÖVP als letzte Partei ihren Widerstand gegen ein bundeseinheitliches Tierschutzgesetz aufgegeben hat, muss das nun auch in ein Koalitionspaket Eingang finden. "Andernfalls war dieses Versprechen nur ein guter Wahlkampfgag des Bundeskanzlers", meint Andreas Sax von Vier Pfoten.

Kroiss abschließend: "Wir werden die Parteien nicht an ihren Wahlversprechen, sondern an deren Umsetzung messen."

Rückfragen & Kontakt:

GLOBAL 2000,
Andreas Baur, 0664/103 24 23
WWF,
Andrea Paukovits, 01/488 17 - 231

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