"Abfertigung Neu"-Studie: Noch starke Unsicherheit

Wien (OTS) - Die Mehrheit der ArbeitnehmerInnen will auf das neue Abfertigungsmodell umsteigen, obwohl sie von den Vorteilen nicht voll überzeugt ist.

Höchst zwiespältig schätzen Herr und Frau Österreicher die ab Jänner 2003 wirksam werdende "Abfertigung Neu" ein. Das geht aus einer jetzt vorliegenden repräsentativen Untersuchung der Generali Mitarbeitervorsorgekasse (Generali MVK) hervor, die vom Marktforschungsinstitut Focus österreichweit unter ArbeitnehmerInnen durchgeführt wurde.

Junge von Vorteilen der "Abfertigung Neu" überzeugt

47 Prozent der befragten ArbeitnehmerInnen können demnach nicht abschätzen, ob die Neuregelung für sie eher von Vorteil oder von Nachteil ist. Immerhin 42% gehen von einer vorteilhaften Neuerung aus, während nur 11% von einem Nachteil sprechen. Besonders junge ArbeitnehmerInnen sind naturgemäß von den Vorteilen überzeugt: 62% der Befragten unter 29 Jahren sehen in der Neuregelung Vorteile, während es bei den ArbeitnehmerInnen über 46 Jahren nur noch 24% sind.

Deutliche Mehrheit will "umsteigen"

Trotz dieser nach wie vor stark ausgeprägten Unsicherheit will die deutliche Mehrheit der ArbeitnehmerInnen auf das neue Abfertigungsmodell umsteigen. 58% können sich vorstellen, im Falle eines Angebotes ihres Arbeitgebers vom alten in das neue System zu wechseln. Besonders stark ist das "Ja" bzw. "Eher ja" wieder bei den jungen ArbeitnehmerInnen ausgeprägt, die zu 72% zum Umstieg bereit sind - bei den älteren ab 46 Jahren sind es nur noch 42%.

Auszahlen oder mitnehmen? - Abfertigung als Pensionsvorsorge

Relativ hoch ist mit 41% der Anteil der ArbeitnehmerInnen, die sich beim nächsten Jobwechsel ihre erworbenen Abfertigungsansprüche auszahlen lassen wollen anstatt sie nach dem "Rucksack-Prinzip" in den nächsten Job mitzunehmen.

"Hier ist noch einiges an Informationsarbeit zu leisten," merkt Generali/Interunfall-Vorstandschef Hans Peer dazu an, "um das Bewusstsein zu stärken, dass die Abfertigung ein wichtiger Bestandteil der Altersvorsorge ist." Peer geht freilich davon aus, dass die ArbeitnehmerInnen den ausgezahlten Betrag nicht in den Konsum, sondern in andere Vorsorge-Instrumente, insbesondere eine Lebensversicherung, investieren.

Zwei Drittel mit privater Pensionsvorsorge

63% der befragten Personen haben angegeben, für ihre Pension bereits privat vorgesorgt zu haben. Peer: "Das heißt, dass hier noch immer ein gewaltiges Potenzial für private Vorsorgelösungen vorhanden ist." Insbesondere bei "jüngeren Semestern" gibt es diesbezüglich noch ein weit verbreitete Vorsorgelücke, was angesichts der noch fernen Pension verständlich ist. Am stärksten vorgesorgt haben die 30- bis 39jährigen ArbeitnehmerInnen.

Nur 12% wollen Job wechseln

Im Zusammenhang mit der Einführung der Abfertigung Neu hat die Generali auch die Bereitschaft der ArbeitnehmerInnen zu einem Jobwechsel in den nächsten ein bis zwei Jahren untersucht. Lediglich 12% haben vor, in diesem Zeitraum ihren Arbeitgeber zu wechseln, was sicherlich auf die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt zurück zu führen ist. Allerdings: Mehr als ein Viertel der ArbeitnehmerInnen bis 29 Jahre hat durchaus die Vorstellung, in den kommenden ein bis zwei Jahren in ein anderes Unternehmen einzutreten.

Attraktive MVK-Konditionen

Diesem Trend trägt die Generali Mitarbeitervorsorgekasse auch in ihren im Vergleich zu den anderen Anbietern äußerst attraktiven Konditionen Rechnung. Die Staffelung der Verwaltungskosten kommt insbesondere Unternehmen in Branchen mit geringer Fluktuation der MitarbeiterInnen entgegen - unabhängig von Unternehmensgröße und Gehaltsstruktur. Außerdem zielt die Veranlagungsstrategie der Generali MVK auf langfristig stabile Erträge mit interessanten Renditechancen und trotzdem geringen Schwankungsbreiten ab.

Informationsbedarf vor Ort durch Spezialisten abgedeckt

Um dem nach wie vor gegebenen Informationsbedarf zum Thema "Abfertigung Neu" flächendeckend zu entsprechen, setzt die Generali Gruppe derzeit mehr als 250 speziell für die betriebliche Vorsorge geschulte Mitarbeiter in ganz Österreich ein, die von 90 weiteren Spezialisten (BusinessCoaches) vor Ort fachlich unterstützt werden.

Immerhin erwarten sich laut Generali-Studie 26% der ArbeitnehmerInnen in Österreich diesbezügliche Informationen von ihrer Versicherung. Die Generali-Experten unterstützen dabei vor allem auch die Unternehmen, von denen sich 68% der ArbeitnehmerInnen Informationen über die Abfertigung Neu wünschen.

Studie im Internet verfügbar

Die Generali Mitarbeitervorsorgekasse stellt die Studie Interessenten im Internet zur Verfügung:
http://business.generali.at

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