Laska ehrt drei Personen, die ihr Leben Anderen widmen

Wien (OTS) - Heute Freitag, verleiht Wiens Vizebürgermeisterin Grete Laska drei Persönlichkeiten hohe Auszeichnungen, die ihr Leben in den Dienst anderer Personen gestellt haben bzw. stellen. Herbert Bucher und Susi Szeremeta unterrichteten Jugendliche und Johann Hladik widmete einen Großteil seines beruflichen Lebens älteren Menschen.

Berufstitel "Oberschulrat" an Herbert Bucher

Herbert Bucher, Berufsschulleiter des Ausbildungszentrums der MAG ELF - Lindenhof, erhält den Berufstitel "Oberschulrat". Herr Bucher hat 1965 seine Lehrausbildung zum Elektroinstallateur abgeschlossen und war anschließend als Elektromonteur in Horn tätig. 1968 stellte er sein berufliches Wissen in den Dienst der Ausbildung von Jugendlichen und begann seine Lehrtätigkeit am Lindenhof in Eggenburg. Dort widmete er sich dem fachbezogenen Unterricht von Lehrlingen der Lehrberufsgruppe Elektroinstallateur sowie dem Englischunterricht. Hr. Bucher war immer ein äußerst engagierter Lehrer, und stand für eine Unterrichtsführung von hoher Qualität. 1980 legte er die Befähigungsprüfung für Erzieher ab, 1994 die Lehramtsprüfung für Berufsschulen. Seit 1995 hat er die Leitung der Berufsschule inne, bald darauf wurde er pädagogischer Leiter des Ausbildungszentrums Lindenhof. Herbert Bucher hat immer großes Interesse an Weiterbildung und Lehrerfortbildung gezeigt, um die Ausbildungsqualität an seiner Schule anzuheben. Im Sinne der optimalen Qualität verfügt die Schule heute auch über eine auf dem letzten Stand befindliche Bibliothek, moderne Laboratorien und einen gut ausgestatteten EDV-Bereich. Herbert Bucher suchte auch stets die Zusammenarbeit mit der örtlichen Hauptschule, der Wirtschaft, dem AMS und diversen Erwachsenenbildungseinrichtungen.

Im "Lindenhof" gewährleistet die MAG ELF (Amt für Jugend und Familie) die Ausbildung von 68 Jugendlichen, die sich in Betreuung der Jugendwohlfahrt befinden. Viele der betroffenen Jugendlichen kommen aus schwierigen Familien, hatten keine glückliche Kindheit und können nicht auf familiäre Ressourcen zurückgreifen. Auf dem "normalen" Lehrstellenmarkt hätten viele dieser Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 19 keine Chance. Der Erfolg gibt dem Konzept, das den "ganzen Menschen" berücksichtigt, recht: 70% aller Jugendlichen finden unmittelbar nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz.

Prof.-Dr.-Julius-Tandler-Medaille der Stadt Wien in Silber an Oberamtsrat i.R. Johann Hladik

Oberamtsrat i.R. Johann Hladik, Direktor des Pensionisten-Wohnhauses Leopoldau i.R., erhält die Prof.-Dr.-Julius-Tandler-Medaille der Stadt Wien in Silber. OAR Hladik ist 1941 in Hollabrunn geboren, und war von 1960-2001 beim Magistrat tätig. Von der MA 4 wechselte er zum Kuratorium Wiener Pensionistenwohnhäuser, wo er im September 1972 den Direktorenposten des Pensionisten-Wohnhauses Leopoldau übernahm. Johann Hladik ist seit Juni 2001 im wohlverdienten Ruhestand. Ihm ist es gelungen, sowohl bei den Bewohnerinnen und Bewohnern seines Hauses, als auch bei der Bevölkerung der Umgebung einen ausgezeichneten Ruf zu begründen und zu festigen. Viele in- und ausländische Gäste besuchten des Pensionistenwohnhaus Leopoldau mit seinem modellhaften Charakter. Denn mit vorbildlichem Arbeitseinsatz und Sorge für eine optimale Betreuung ist es Johann Hladik gelungen, eine Atmosphäre menschlicher Zuneigung und Geborgenheit zu schaffen. Davon profitiert haben nicht nur die betagten Bewohnerinnen und Bewohner sondern auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Mit dem Gästemittagstisch oder offenen Veranstaltungen hat sich das Pensionistenwohnhaus Leopoldau unter der Direktion von Oberamtsrat Hladik neuen Wegen nie verschlossen, sondern war - immer auch im Sinne der Bewohnerinnen und Bewohner - zukunftsorientiert und engagiert.

Oberschulrätin Susi Szeremeta erhält Otto-Glöckel-Medaille der Stadt Wien

Die Otto-Glöckel-Medaille der Stadt Wien erhält Oberschulrätin Susi Szeremeta, Volksschuldirektorin a.D. Nach der Matura studierte sie in Wien Latein, Deutsch und Geschichte und besuchte 1966-68 die Pädagogische Akademie des Bundes. Im Schuljahr 68/69 stieg sie als klassenführende Volkschullehrerin in der Schule Wien 2., Czerninplatz 3 ins Berufsleben ein. Susi Szeremeta war immer für Neuerungen offen, die heute oft schon als Selbstverständlichkeit gelten: der Schulversuch Englisch - fremdsprachliche Vorschulung, Mitarbeit an der pädagogischen Tatsachenforschung am Beispiel der Einführung der Mengenlehre im Mathematikunterricht sowie politische Erziehung in der Volksschule waren Neuerungen der 70er Jahre.

1983 übernahm sie die Leitung der Volkschule Wien 11., Florian Hedorfer Straße 20. Auch dort waren offene Lernformen, Klassen mit musikalischem Schwerpunkt, Projektunterricht, alternative Beurteilungsformen und Computerunterstützes Lernen Teil des Schulprofils. Oberschulrätin Szeremeta arbeitete u.a. am Lehrplan für Musikvolksschulen mit und gilt als Mitbegründerin des "Wiener Modells". Bis 2001, also fast 20 Jahre lang, gelang es ihr, an diesem schwierigen Schulstandort ein dynamisches Förderkonzept zu entwickeln. Dort wird flexibler Schuleingang angeboten, um den differenzierten Bedürfnissen von Kindern und Eltern zu begegnen -ebenso Fremdsprachenunterricht und ganzheitliche Betreuung. Susi Szeremeta verfügt über hervorragende Kenntnisse der Grundschuldidaktik und der Informatik und gilt als anerkannte Fachfrau, deren fundierter Rat allseits gefragt ist. Sie hat unzählige Generationen von Schülerinnen und Schülern betreut und durch ihre fachliche Kompetenz und ihre menschlichen Qualitäten einen wesentlichen Beitrag zum Pflichtschulwesen geleistet. (Schluss) eg

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