AK fordert mehr Rechte für Bankkunden (2)

Faire Zinsen - Transparenter Kontoauszug - Recht auf ein Girokonto

Wien (AK) - Die AK fordert anlässlich ihres Girokontotests mehr Rechte und klarere Informationen für Bankkunden. Konkret will die AK faire Zinsen, die der Geld- und Kapitalmarktentwicklung angepasst sind. Die Banken dürfen sich mit den hohen Überziehungszinsen kein Körberlgeld machen. Außerdem sollen Gutschriften am gleichen Tag am Konto berücksichtigt werden, genauso wie Abbuchungen, die immer gliech am Girokonto abgebucht werden. Jeder soll ein Recht auf ein Girokonto haben.

Es wenden sich immer mehr KonsumentInnen an die AK oder Konsumentenschutzeinrichtungen, weil sie kein Girokonto bei der Bank erhalten. Daher soll ein Anspruch auf die Führung eines Girokontos zu den üblichen Girokontoentgelten gesetzlich festgelegt werden, sagt Glatz.

Tipps für Kontoinhaber:
- Kontrollieren Sie ihre Kontoauszüge regelmäßig und reklamieren Sie Fehler unverzüglich.
- Achten Sie bei Dauer- und Einziehungsaufträgen auf die ausreichende Kontodeckung. Nicht durchführbare Aufträge können bis zu 5,81 Euro pro Auftrag kosten.
- Für Dauer- und Einziehungsaufträge werden oft günstigere Buchungsgebühren (0,07 bis 0,11 Euro) verrechnet als für Bargeschäfte oder Transaktionen mittels Beleg (0,16 bis 0,51 Euro).
- Bei Einzugsermächtigungen sollten Sie kontrollieren, wann die Rechnungen fällig und die Beträge von Ihrem Konto eingezogen werden. Beträge, die zu früh eingezogen werden, bedeuten Zins- und Liquiditätsverlust.
- Die Einzugsermächtigung ist meist günstiger als Überweisungen (Barzahlungen), da viele Firmen (vor allem Telekom- und Versicherungsbranche) Zahlscheingebühren bis zu 2,18 Euro verrechnen. - Vermeiden Sie teure Bareinzahlungen am Schalter: Bareinzahlungen auf institutsfremde Konten können bis zu 4 Euro betragen. Kostengünstiger ist die Überweisung von Ihrem Girokonto.
- Barabhebungen am Schalter sind ebenfalls teuer: Manche Banken verrechnen dafür eine höhere Zeilengebühr als beispielsweise bei einer Bankomatbehebung.
- Bedenken Sie, dass pro Bankomatbehebung eine Buchungszeilengebühr verrechnet wird. Zu viele Behebungen läppern sich bei den Buchungsgebühren. Achtung: Bei Bezahlung mit Bankomatkarte in fremder Währung werden 1,09 Euro plus 0,75 Prozent verrechnet und bei einer Bargeldbehebung am Bankomaten in nicht Euro-Ländern 0,75 Prozent plus 1,83 Euro.
- Heben Sie Bargeld mit einer Kreditkarte (Mastercard, VISA) am Geldausgabeautomaten ab, so zahlen Sie eine Bearbeitungsgebühr von 3 Prozent vom behobenen Betrag, mindestens 3,63 Euro. Bei Kreditkartenzahlungen in Nicht-Euro-Ländern verrechnen Kreditkartenfirmen derzeit eine Manipulationsgebühr von 1 Prozent. - Service: Tipps für ein kostenoptimales Kontomanagement finden Sie ebenfalls auf der AK Homepage unter www.konsumentenschutz.at

Rückfragen & Kontakt:

Doris Strecker
AK Wien Kommunikation
Tel.: ( ++43-1) 501 65 2677
doris.strecker@akwien.at
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