"Verzicht auf 69 Mio an Einnahmen, um Mitglieder rasch und wirksam zu entlasten"

Vizepräsident Schenz erläutert vor Wirtschaftsparlament Voranschlag 2003 der WKÖ - Personalaufwand gegenüber 2001 um 16 Millionen Euro gesunken

Wien (PWK863) - Die Wirtschaftskammer Österreich hat ihre Mitglieder seit dem Jahr 2000 bereits um rund 69 Mio Euro (oder fast eine Mrd Schilling) an jährlichen Beitragszahlungen entlastet. "Gerade in konjunkturell schlechteren Zeiten wie diesen helfen wir damit den österreichischen Betrieben, also unseren Mitgliedern, ihre Kosten zu senken", erklärte WKÖ-Vizepräsident Richard Schenz anlässlich der Vorlage des Budgets für 2003. Nach dem Motto "doppelt hilft, wer rasch hilft" hat die Wirtschaftskammer die von Präsident Christoph Leitl angekündigte Reduktion der Beitragszahlungen dabei nicht in drei Etappen, sondern gleich in einem Schritt durchgeführt. Der Effekt dieser schlagartigen Absenkung der Beiträge im Gegensatz zu einer stufenweisen Verringerung der Beiträge entlastet die Betriebe einmalig um weitere 44 Millionen Euro.

Ein Einnahmenverzicht in dieser Größenordnung setze natürlich entsprechende strukturelle Maßnahmen auf der Ausgabenseite voraus. Der Voranschlag für das Geschäftsjahr 2003 sei geprägt von diesen Maßnahmen, betonte Schenz.

Der Voranschlag - die Einnahmen aus Umsatzerlösen, Umlagen und Gebühren betragen 157 Millionen Euro - zeichne grundsätzlich ein positives Bild: Gegenüber 2002 wurde das negative Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um mehr als die Hälfte reduziert. "Es sind nur mehr halb so viele Rücklagen aufzulösen. Dennoch wird auch der Bilanzverlust 2003 gegenüber dem Vorjahr um die Hälfte geringer sein", stellte Schenz fest.

Im Einzelnen erinnerte der für Budgetfragen zuständige WKÖ-Vizepräsident daran, dass die Kammerumlage 1 heuer von 2,0 auf 1,2 Promille gesenkt wurde. Die Kammerumlage 2 reduziert sich von 0,19 auf 0,15 Prozent. Auf Grund des vom Präsidium beschlossenen und bisher umgesetzten Personalkonzeptes sinkt der Personalaufwand im kommenden Jahr gegenüber 2001 um rund 16 Mio Euro. Die Zahl der Mitarbeiter der WKÖ (ohne Fachorganisationen, gerechnet in Personenjahren) geht von Jänner 2001 (966) bis Dezember 2002 auf etwas über 800 Personen zurück. Bis Dezember 2003 wird sich die Zahl nochmals auf 743 reduzieren.

Aus der Differenz von Aufwendungen und Erlösen ergibt sich ein negativer Betriebserfolg von rund 15,6 Mio Euro. Berücksichtigt man den Finanzerfolg von etwa 3,9 Mio Euro, bleibt ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von minus 11,7 Mio Euro. Aufwendungen von rund 8,1 Mio Euro werden im Geschäftsjahr 2003 aus dafür gebildeten Rücklagen finanziert. Dabei handelt es sich jeweils um besondere Projekte bzw. außergewöhnliche Ausgaben und nicht um den laufenden Betrieb. Als Beispiele nannte Schenz Zinsstützungszahlungen zu Exportfinanzierungsverfahren, den Zuschuss zu Trust Funds, Starthilfe für die WKO Inhouse GmbH sowie einmalige Kosten im Zuge der Einführung eines modernen Personalmanagementsystems.

Das Endergebnis zeigt für das Geschäftsjahr 2003 einen Bilanzverlust in Höhe von 3,9 Millionen Euro. In Höhe des sich ergebenden Bilanzverlustes wird die Gebarungsreserve aufgelöst. 2005, so Schenz, wird die Wirtschaftskammer Österreich wieder ausgeglichen bilanzieren. Der Voranschlag für 2003 wurde einstimmig angenommen. (hp)

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