Wirtschaftsbund: Massiver Gedächtnisschwund beim FWV

Generalsekretär Kopf: 50% Kostenrückerstattung bei Unfällen hilft vor allem Kleinen

Wien, 28. November 2002 (ÖWB) Die heutige Kritik des Freien Wirtschaftsverbandes (SPÖ) am Wirtschaftsbund (OTS 0136) kann sich Wirtschaftsbund-Generalsekretär Karlheinz Kopf nur damit erklären, dass die
Funktionäre der SPÖ-Arbeitgebervertretung sich "noch immer im Wahlkampftaumel befinden". Dem FWV scheine es dabei völlig entgangen zu sein, dass die von ihm kritisierte 50prozentige Rückvergütung der Entgeltfortzahlung bei Arbeits- und Freizeitunfällen, im Nationalrat mit den Stimmen aller Fraktionen beschlossen wurde. Dieser offensichtliche Gedächtnisschwund zeige sich auch in einem FWV-Antrag an das Wirtschaftsparlament, bezüglich der Zukunftsvorsorge für Unternehmer, ergänzte Kopf, der klarstellte: "Gerade für die Klein- und Mittelbetriebe ist mit dem Beschluss einer 50prozentigen Rückvergütung der Entgeltfortzahlung bei Freizeit- und Arbeitsunfällen ein großer Wurf gelungen. Damit würden sich die Betriebe rund 100 Millionen Euro im Jahr an direkten Lohnkosten ersparen. ****

Die volle Entgeltfortzahlung etwa bei Freizeitunfällen war bis dahin insbesondere für einen Kleinbetrieb höchst problematisch, wenn ihm auf Grund eines verunfallten Mitarbeiters auf der einen Seite die vollen Kosten der Lohnfortzahlung erwuchsen und auf der anderen Seite eine Arbeitskraft ausfiel.

Diese konkrete Lohnnebenkostensenkung konnte nach langen Verhandlungen von den Abgeordneten des Wirtschaftsbundes durchgesetzt werden und wurde in der letzten Sitzung des Nationalrates am 20. September beschlossen – mit den Stimmen der SPÖ-Abgeordneten.

Gültigkeit hat die Neuregelung bei allen Unfällen von Arbeitern, Angestellten, Lehrlingen und geringfügig Beschäftigten, die sich nach dem 30. September 2002 ereignet haben. Der Zuschuss gilt für alle Unternehmer mit bis zu 50 versicherten Mitarbeitern.

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