Domany: Auch zweite Halbzeit der WKÖ-Reform erfolgreich gemeinsam beschreiten!

Partnerschaftlichen Föderalismus stärken, um weitere Synergiepotenziale zu nutzen

Wien (PWK860) Zur Halbzeit der Wirtschaftskammer-Reform zog WKÖ-Generalsekretär Christian Domany in seiner Rede vor dem Wirtschaftsparlament, heute, Donnerstag, eine erfolgreiche Zwischenbilanz. Die bisher erzielten Erfolge könnten sich sehen lassen. "Mit der im November 2000 begonnenen Reform der Wirtschaftskammer Österreich haben wir den Grundstein für eine modernere, schlagkräftigere und effizientere Kammerorganisation gelegt. Es zeigt sich, dass die Kammerreform für bessere Leistungen zu günstigeren Preisen steht", so Domany. Die gesetzten Reformschritte würden von den Mitgliedern jedenfalls honoriert. 72 Prozent der heimischen Unternehmen sind mit der Wirtschaftskammer zufrieden. Gleichzeitig bedürfe es aber auch weiterhin "frischen Schwung und Engagement der Gesamtorganisation", um weitere Verbesserungspotentiale zu heben. "Insbesondere werden wir den partnerschaftlichen Förderalismus als Leitgedanken verstärkt leben und umsetzen müssen, um weitere Synergiepotentiale zu nutzen. Vor allem ist auch die WKÖ Inhouse GmbH durch offensive Bündelung von gemeinsamen Leistungen zu stärken", forderte der WKÖ-General.

Als erzielte Erfolge der vergangenen zwei Jahre nannte Domany u.a. die Entwicklung und den Beschluss der strategischen Geschäftsfelder Interessenvertretung, Wirtschaftsförderung, Wissensvermittlung und Leistungsportfolio, die Umsetzung moderner Prozessmanagementmethoden, auch die Aufgabentrennung zwischen WKÖ und den Landeskammern wurde definiert. Die drei eingerichteten Kompetenzcenter "Betrieb und Umwelt", "Arbeit und Soziales" und "Außenwirtschaft" würden von den Mitgliedern sehr gut angenommen. Insbesondere das Kompetenzcenter "Arbeit und Soziales" habe im Zusammenhang mit der Betrieblichen Mitarbeitervorsorge die Feuertaufe erfolgreich bestanden. Ein viertes Kompetenzcenter "Steuern und Abgaben" sei beschlossen, ein fünftes, nämlich "Wirtschaftsrecht" in Planung.

Darüber hinaus wurden das WIFI-International und das WIFI Netzwerk etabliert, die Restrukturierung der Außenwirtschafts-Organisation erfolgreich begonnen und die Inhouse GmbH als Dienstleister für gebündelte, gemeinsame Leistungen eingerichtet. Bei der Umsetzung der beschlossenen Personalkonzepte befinde sich die WKÖ ebenso im Plan wie bei der budgetären Bewältigung der Senkung des Beitragsvolumens von 30 Prozent. Zudem sei die SAP-Einführung eingeleitet, ein neues Wahlrecht bereits in Kraft sowie die Sparte Information und Consulting als siebente Bundessparte eingerichtet.

Hans-Jürgen Pollirer, Obmann der neu geschaffenen Bundessparte, betonte, dass die Kammerreform mit der neuen Sparte einen "innovativen Ansatz" zu neuen Organisationsstrukturen realisiert habe. Die neue Sparte sei eine Heimat für 87.000 Unternehmen aus den Sektoren Information, Kommunikation und Consulting. Die Herausforderungen und Problemfelder für die Bundessparte lägen auf der Hand: Die Entwicklung einer nationalen Strategie für die Informationsgesellschaft, die Besteuerung von Kommunikationsdienstleistungen, Basel II, Qualitätsstandards und Zertifizierungen sowie die für die Branche typischen flexiblen Arbeitszeitmodelle.

Erfolgreich, so Domany, sei die WKÖ aber auch bei der Bewältigung des Jahrunderthochwassers in diesem Sommer gewesen. "Dieses Ereignis hat ein Höchstmaß an Professionalität, Organisationstalent und Teamgeist innerhalb der Kammerorganisation gefordert. Der Solidaritätspegel innerhalb der österreichischen Wirtschaft war höher als jener der Wasserstände der Flutkatastrophe", betonte der WKÖ-General. Für die konzertierte Soforthilfeaktion wolle er daher allen Beteiligten danken.

Die nächsten notwendigen Schritte lägen, so Domany, auf der Hand. Neben der Durchführung von Selbstanalysen in allen 10 Kammern, um die Hebung weiterer Synergiepotenziale voranzutreiben, sei die WKÖ beauftragt, ein Konzept für die weitere Vorgangsweise betreffend der Reform des Finanzierungssystems der Fachorganisationen bis 2007 zu erarbeiten. "Der weitere Weg ist klar: Wir wollen auch die zweite Halbzeit der WKÖ-Reform erfolgreich und gemeinsam beschreiten", schloss der WKÖ-General. (US)

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