Neue Hilfsprojekte für Aidswaisen im südlichen Afrika

SOS-Kinderdorf-Präsident Helmut Kutin bittet im jährlichen Spendenaufruf für ein Auslandsprojekt heuer um Unterstützung neuer Hilfsprojekte für Aidswaisen in Afrika

Innsbruck (OTS) - Helmut Kutin wendet sich mit seinem Brief an
alle SOS-Kinderdorf-Freunde in Österreich und bittet um Hilfe für ein drängendes Auslandsprojekt, das ihm besonders am Herzen liegt. Heuer sind es dringend benötigte neue Hilfsprojekte zur Betreuung von Aidswaisen in Afrika.

Weltweit sind laut jüngstem UN-Bericht 42 Millionen Menschen mit dem HIV-Virus infiziert. Allein heuer fordert Aids 3,1 Millionen Tote. Jeden Tag sterben in den Ländern des südlichen Afrika 6.000 Menschen an den Folgen der verheerenden Krankheit. Ältere Geschwister oder Großeltern müssen große Gruppen von Kindern und durch Aids geschwächte Angehörige versorgen. Das Ausmaß der Krankheit und die rapid wachsende Zahl der Kinder, die ihre Eltern durch AIDS verlieren, stellt SOS-Kinderdorf vor neue Herausforderungen.

Erste erfolgreiche Pilotprojekte in Swasiland, Simbabwe, Südafrika, Malawi Vier erste Modellprojekte zielen darauf ab, je 550 von Kindern oder Großeltern geführte Familien direkt zu unterstützen - mit Bekleidung, Nahrungsmitteln, Schulgeld, medizinischer Versorgung, psychologischer und sozialer Hilfestellung. Ziel dieser Art der Unterstützung ist es, dass die Familien zusammen bleiben können. In den bestehenden SOS-Sozialzentren werden Präventions- und Aufklärungsprogramme durchgeführt. Jedes Zentrum erreicht einige Hundert bis Tausende Menschen. Das SOS-medizinische Zentrum in Lilongwe/Malawi, bietet HIV-Tests an und Medikamente zur Vorbeugung der Mutter/Kind-Übertragung sowie Pflege für Aids-Kranke und Beratung. Zusätzlich entwickelt SOS-Kinderdorf Infomaterial für Schulen und Kindergärten. Eine Erweiterung der dezeitigen Aidshilfe-Projekte ist in Kenia, Malawi, Sambia, Simbabwe, Südafrika und Swasiland im Gang.

Für die neuen Wege und Modelle in der Betreuung von Aids-Waisen und die Unterstützung von Kindern/Familien, die von der Krankheit betroffen sind, brauchen die SOS-Kinderdörfer neue zusätzliche Mittel und bitten daher um Unterstützung.

Spendenkonto: PSK.2.390.000 "Aidswaisen"

Online Spenden und mehr Infos: http://www.sos-kinderdorf.at

"Die AIDS-Epidemie lässt das Schreckensszenario elternloser Gesellschaften Wirklichkeit werden. Wenn wir nicht beginnen, gemeinsam noch stärker gegen die Krankheit anzugehen, wird das heute existierende Elend von Millionen von Kindern zu einer unbewältigbaren Dauerkatastrophe für viele Generationen. Wir dürfen nicht verzweifeln über das Ausmaß der Katastrophe, sondern müssen in kleinen Schritten den schrecklichen Zahlen entgegentreten. Wir müssen hinter den nackten Zahlen jedes einzelne Kind sehen, es aufnehmen und ihm unsere Fürsorge schenken." (Helmut Kutin, Präsident von SOS-Kinderdorf)

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