ORF und Österreichischer Seniorenrat eröffnen Dialog zum Thema "50 plus"

Wien (OTS) - "50 plus" ist das Kürzel für eine Zielgruppe, der Medien und Werbewirtschaft immer größerer Bedeutung geben. Zu diesem Thema fand am Mittwoch, dem 27. November 2002, im ORF-Zentrum Wien ein Gespräch zwischen der ORF-Geschäftsführung und dem Präsidium des Österreichischen Seniorenrats statt. Die wichtigsten Ziele des Treffens von ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner mit Präsident Stefan Knafl, LH-Stv. a. D., und Präsident Karl Blecha, Bundesminister a. D.: ein klares Bekenntnis zur Generation "50 plus" und ein Umdenken zu Gunsten der Senioren, die sich als immer aktivere und bewusstere Konsumenten erweisen. Dem gestrigen Treffen sollen weitere Gespräche zwischen Seniorenrat und ORF folgen. Darüber hinaus planen ORF, Seniorenrat und das Austrian Chapter der International Advertising Association (IAA) für das Frühjahr 2003 eine Enquete zum Thema "50 plus".

ORF und Seniorenrat bekennen sich zu "Generationensolidarität statt Generationenkonflikt"

Bei dem Treffen mit den Seniorenvertretern betonte Generaldirektorin Dr. Monika Lindner den Stellenwert der Senioren für den ORF: "Die Generation 50 plus ist für den ORF eine wichtige Gruppe. Die geplante Enquete soll den wachsenden Stellenwert der Generation der über 50-Jährigen nicht zuletzt für die Werbewirtschaft deutlich machen. Der ORF versteht sich als nationale Plattform für den Austausch unterschiedlicher Interessen und Kulturen, als Instrument zur Distanzminderung auch im Generationenkonflikt. Der ORF als 'Marktplatz der Generationen' gewährleistet den Dialog zwischen Jung und Alt und die Fähigkeit zum Konsens."

Für Präsident Stefan Knafl hat Seniorenpolitik vor allem einen "Informations- und Aufklärungsauftrag" und dient, wie Knafl ausführte, "der Beseitigung von Vorurteilen und Nichtwissen. Die älteren Menschen gehören zu den intensivsten ORF-Konsumenten und stellen eine stabile Zielgruppe für mediale Aufklärungsarbeit dar. In den kommenden Jahren werden Pensions- und Gesundheitsfragen wachsende Bedeutung erlangen, dem ORF kommt hier eine wichtige Funktion der Information und Bewusstseinsbildung zu."

"Nicht Generationenkonflikt, sondern Generationensolidarität" - so formulierte Präsident Karl Blecha das Ziel der Initiative: "Es ist ein gemeinsames Anliegen von ORF und Seniorenrat, ein neues Image dieser Bevölkerungsgruppe zu prägen." Er bedankte sich beim ORF für das klare Bekenntnis zur Generation 50 plus." Und meinte weiter: "Der Österreichische Seniorenrat will keinen Generationenkonflikt, wie er etwa in Deutschland von Medien herbeigeredet wird, sondern Generationensolidarität. Die geplante Enquete '50 plus' ist ein wichtiger Anstoß für ein neues Selbstverständnis der Senioren und eine neue Sichtweise durch Werbewirtschaft und Medien."

Wolfgang Lorenz, Leiter der ORF-Hauptabteilung Planung und Koordination, verwies auf eine Innovation, der die Zielgruppe 50 plus auch in der ORF-Medienforschung besondere Bedeutung gibt: "Der ORF bemüht sich um eine differenzierte Auseinandersetzung mit der älteren Generation. So orientiert sich die von der ORF-Medienforschung erstmals in Österreich angewandte Forschungsmethode der Sinus-Milieus nicht an starren Altersgrenzen, sondern beachtet vielmehr die Milieustruktur der österreichischen Gesellschaft."

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