Kossina: WÖLI, unserer Umwelt zu Liebe

Praktische Sammlung von Altspeiseöl mit Wiener Ölsammelkübel (WÖLI), kostenloses Service der MA 48

Wien (OTS) - Ab Jänner 2003 wird in Wiener Haushalten das alte Speiseöl im "WÖLI", dem Wiener Ölkübel, gesammelt. Der 3-Litermehrwegkübel ist eine Initiative der Wiener Umweltstadträtin Dipl. Ing. Isabella Kossina und eine attraktive Lösung zum Schutz der Umwelt. Jeder Wiener, jede Wienerin kann sich das "WÖLI" gratis holen. Kossina: "Mit dieser Aktion soll die Bevölkerung alte Speiseöle- und fette sammeln und zurück zu den Abgabestellen der 48er bringen. Damit haben wir ein bürgerfreundliches und kostengünstiges Sammel- und Verwertungssystem für Altspeiseöle. Aus den alten Ölen wird sogar Biodiesel hergestellt. Eine wichtige Klimaschutzmaßnahme."****

Obwohl schon heute verboten, landen Speisefette oft noch im Kanal. Ablagerungen und Verstopfungen der Abflussleitungen und der Kanalrohre oder Belastungen für die Kläranlage sind oft die Folge der falschen Entsorgung von Speiseöl. Mit dem WÖLI soll dies nun anders werden: Sobald der Kübel voll ist, soll er bei den Mistplätzen oder den Problemstoffsammelstellen der MA 48 abgegeben werden. Dafür gibt es einen sauberen, leeren Kübel zurück.

Kossina: "Mit diesem Angebot wird die Akzeptanz des WÖLIS sicher besonders hoch. Das Mehrwegsystem WÖLI gewährleistet, dass der Anwender zu Hause einen sauberen, praktischen Sammelbehälter zur Verfügung hat. Das oft umständliche Sammeln in Gläsern, Dosen oder Bechern, hat ausgedient."

Testversuch ergab hohe Akzeptanz

In einem Sammelversuch - konzentriert vorerst auf drei Mistplätze im 16., 21., und 22. Bezirk - wurde ein verschließbarer Ölsammelkübel erprobt. Die schon nach kurzer Zeit ersichtliche hohe Akzeptanz bei der Bevölkerung führt nun zum flächendeckenden Einsatz

Ab 2. Jänner 2003 steht der Wiener Ölsammelkübel- im klassischen Orange der 48er - allen Wienerinnen und Wienern zur Verfügung. Die Abgabe erfolgt gratis auf allen Mistplätzen Montag bis Samstag von 10 -18 Uhr und bei den Problemstoffsammelstellen zu deren Öffnungszeiten (Mo - Do 16-18, Fr 14-18, Sa 8-12). Der volle Kübel, er fasst zirka drei Liter Altspeiseöl, kann wieder zu jeder Sammelstelle gebracht werden und wird dort gegen einen sauberen ausgetauscht.

Gesammelt werden gebrauchte Frittier- und Bratfette, Fette und Öle aus Friteusen, Öle von eingelegten Speisen (z.B. Sardinen) und verdorbene Speisefette.

Nicht in den Behälter gehören Mineral-, Motor- und Schmieröle, Majonäsen, Salatsaucen und Dressings, Marinaden und andere Speisereste. Auch sollen die gesammelten Öle nicht verunreinigt, also frei von Bröseln und Speiseresten sein.

Die vollen Sammelgefäße werden anschließend in der zentralen Problemstoffsammelstelle bei der Abfallbehandlungsanlage zwischengelagert und nach Wels zur Entleerung und Reinigung transportiert.

In Wels werden derzeit schon alle Ölsammelbehälter aus Oberösterreich gereinigt, die Anlage hat ausreichend freie Kapazitäten für die Wiener Behälter. Die gereinigten Behälter kommen wieder zurück zu den Mistplätzen und der Kreislauf beginnt erneut.

Aus altem Öl wird Seife und Biodiesel

Verwendungsmöglichkeiten für das gesammelte Altspeiseöl sind zum Beispiel die Herstellung von Seifenprodukten und Reinigungsmitteln, auch Biotreibstoffe für Kraftfahrzeuge können hergestellt werden.

Im Jahr 2001 wurden 234 Tonnen Speiseöle und -fette gesammelt, die MA 48 hofft auf eine Mengensteigerung durch die neue Sammelhilfe.

Allgemeine Informationen:
o Wiener Abfallwirtschaft: http://wien.at/ma48/inhalt.htm
(Schluss) bfm

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