AK-Präsident Wipplinger fordert stärkeres Bekenntnis der Politiker zum öffentlichen Verkehr

Linz (AKO) "Der Arbeiterkammer die Schuld für weniger Halte der Summerauerbahn in die Schuhe zu schieben, ist lächerlich", sagte Präsident Hubert Wipplinger zu den Vorwürfen von Johann Hable, Gewerkschaft öffentlicher Dienst. Und in Richtung Politik: "Wer einen starken öffentlichen Verkehr will, muss auch Geld zur Verfügung stellen. Die ÖBB wurden gezwungen, rein betriebswirtschaftlich zu arbeiten. Nun spüren wir alle die Folgen."

Der neue Fahrplan für die Summerauerbahn wurde im Rahmen des Verkehrskonzeptes Freistadt erarbeitet, bei dem vor allem die betroffenen Gemeinden des Bezirkes eingebunden waren. Ein Ziel dabei war, Beschleunigungsmaßnahmen zu setzen, die das Verkehrsmittel Bahn für Pendler in punkto Fahrzeit attraktiver, sprich konkurrenzfähiger zum Pkw, machen.

Ein Ergebnis ist ein zusätzlicher Eilzug, der nur in Freistadt und Pregarten hält. Bemühungen der AK Oberösterreich, für diesen Zug zumindest einen zusätzlichen Halt zu erreichen, blieben leider erfolglos. Bei anderen Zügen, bei denen Halte in Katsdorf, Schloß Haus und Selker entfallen sollten, konnte die Arbeiterkammer aufgrund von Interventionen von Pendlern und Betriebsräten einige Stopps wieder in den Fahrplan hineinreklamieren. Für die verbliebenen "Eilzüge" gibt es eine Linientaxi-Regelung, durch die - vom Bahnhof Lungitz ausgehend - jene Haltestellen bedient werden, bei denen die Züge nicht mehr halten.

Der neue Fahrplan der Summerauerbahn erhält aber auch Angebotsverbesserungen. So wurde ein Zug nach Linz auf den Arbeitsbeginn von Handelsangestellten abgestimmt und für Schichtarbeiter wurde von der Arbeiterkammer ein zusätzlicher Zug am Sonntag in der Früh von Linz nach Summerau durchgesetzt.

"Natürlich würden wir uns wünschen, wie früher intensiv in die Fahrplangestaltung eingebunden zu sein und die Anliegen der Pendler bestens vertreten zu können", sagt AK-Präsident Hubert Wipplinger. Aber das sei Vergangenheit, die ÖBB müssten nun betriebswirtschaftlich agieren. Wipplinger fordert ein stärkeres Bekenntnis der Politik zum öffentlichen Verkehr, vor allem in Form verstärkter Übernahme von Finanzierungsverantwortung. Nur so kann auf Dauer ein qualitätsvoller öffentlicher Personenverkehr sichergestellt werden.

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