ÖGB-NÖ Staudinger: Wahlkampf vorbei, jetzt heißt es Ärmel aufkrempeln!

Wien (ÖGB). Skeptisch sieht der Vorsitzende des ÖGB-NÖ und AK-NÖ-Präsident Josef Staudinger nach dem gestrigen Wahlergebnis in die Zukunft: "Wir haben Regierungen immer danach bewertet, was sie für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dieses Landes macht. Da hat es in der letzten Konstellation einfach einige Irritationen gegeben. Den Masseneinkommen wurden in den vergangenen zweieinhalb Jahren zwei Milliarden Schilling entzogen und die Menschen leiden derzeit unter der höchsten Steuerbelastung von fast 46 Prozent. Deshalb sehe ich einer weiteren Zukunft ohne sozialdemokratischen 'Mitspracherechts' doch mit einiger Skepsis entgegen, schließlich ist damit kein Ende des einseitigen Belastungskurses zu erwarten. Viele sozial- und arbeitsrechtliche Errungenschaften waren eindeutig Verdienste von Regierungen mit sozialdemokratischer Beteiligung und der konstruktiven Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern. Die Politik der letzen zweieinhalb Jahre hat weitestgehend auf den Dialog mit den Sozialpartnern verzichtet, und damit den wesentlichsten Anteil and er österreichischen Bevölkerung, nämlich den Anteil der Beschäftigten leider nicht in der Weise berücksichtigt, die sie sich erwarten durften.++++

"Für uns Interessenvertreter heißt es jetzt einmal mehr, die Ärmel aufzukrempeln. Wir werden mit aller Kraft weiterarbeiten, um die Anliegen und Bedürfnisse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wahrzunehmen und ihre Rechte abzusichern", schließt Staudinger.

ÖGB, 25. November 2002
Nr. 918

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