Alfred Gusenbauer im SPÖ-Präsidium einstimmig bestätigt

"SPÖ interpretiert Ergebnis so, dass wir in Opposition gehen sollen" - Gesprächsverweigerung wird es nicht geben

Wien (SK) Die SPÖ werde ihren Wahlversprechen treu bleiben, sagte SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer am Montag nach dem SPÖ-Präsidium. Das beinhalte auch das Versprechen, bei einem zweiten Platz in Opposition zu bleiben. Sollte es eine Einladung zu Sondierungsgesprächen geben, werde sich die SPÖ aber nicht verweigern, "um auszuloten, wie weit die Inhalte, die wir vertreten haben, in Zukunft in die Realität umgesetzt werden". Schüssel und die ÖVP hätten vom Wähler den Auftrag zur Regierungsbildung bekommen und würden nun die Verantwortung tragen, eine künftige Regierung zu verhandeln und zusammenzustellen. Gusenbauer erklärte, dass er die volle Verantwortung für das Wahlergebnis übernehme und im SPÖ-Präsidium die Vertrauensfrage gestellt habe. Das Präsidium habe ihm einstimmig das Vertrauen ausgesprochen, "den Reformkurs weiterzufahren, weil die Richtung gestimmt hat - aber vielleicht die Zeit, die wir zur Verfügung hatten, zu kurz war", sagte Gusenbauer. ****

"Wir freuen uns, dass wir vier Prozent dazugewonnen haben, sind aber etwas traurig, dass es nicht mehr geworden ist", so Gusenbauer. Es sei erfreulich, dass es gelungen sei, den Abwärtstrend der SPÖ zu stoppen und umzukehren und wieder an Vertrauen zu gewinnen.

Die SPÖ sei all jenen, die ihr das Vertrauen geschenkt haben, verpflichtet, verwies Gusenbauer auf die Versprechen der SPÖ: Senkung der Arbeitslosigkeit, Ankurbelung der Wirtschaft, Stärkung des sozialen Zusammenhalts, Beseitigung von Ambulanzgebühren, Unfallrenten und Studiengebühren und keinen Ankauf von Abfangjägern.

Eine detaillierte Analyse des Wahlergebnisses liege noch nicht vor, so Gusenbauer weiter. Als Hauptgrund für das Ergebnis nannte der SPÖ-Vorsitzende, "dass wir in den zweieinhalb Jahren noch zu wenig Zeit hatten, die SPÖ zu reformieren". Allerdings räumte der SPÖ-Vorsitzende ein, dass gerade im Vergleich zum Ergebnis 1999 deutlich werde, dass "ein gutes Stück Arbeit gelungen ist". Die SPÖ habe versucht, die enttäuschten Wähler von ÖVP und FPÖ zu erreichen, was nur begrenzt gelungen sei. Der Großteil der FPÖ-Wähler habe sich für die Fortsetzung der schwarz-blauen Koalition entschlossen, und deshalb die ÖVP gewählt, erklärte Gusenbauer unter Verweis auf die "größte Wählerverschiebung, die es je gab". (Schluss) se

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