Seit zehn Jahren: "Watchdog" in Wien

Wien (OTS) - Mit Hilfe der damaligen Politiker Vranitzky und Zilk holte Prof. Johann P. Fritz als neuer Direktor des International Press Institute (IPI) diese Medienorganisation vor zehn Jahren nach Wien. Das IPI versteht sich als "Watchdog", also als Wächter der Pressefreiheit und als weltumspannendes Netzwerk von Medienexperten. Zwischen dem 21. und 24. November tagte ein hochkarätig besetztes Symposium des International Press Institutes in Wien: 150 Größen aus der internationalen Medienlandschaft, die Funktionen im IPI ausüben, fanden sich am 22. November zu dem vom Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien unterstütztem Symposium "Über die Zukunft der Kommunikation" ein. Einen Tag später fand im Festsaal des Wiener Rathauses eine "Pressefreiheits-Gala" statt. Im Namen des Wiener Bürgermeisters Dr. Michael Häupl begrüßte Kulturstadtrat Dr. Mailath-Pokorny die Gäste und würdigte die Verdienste des IPI.

Zu den Aktivitäten der Organisation, die 1950 gegründet wurde, zählen die Dokumentation von Verletzungen der Pressefreiheit, offizielle Proteste und Interventionen. Auch rechtliche, politische und diplomatische Aktivitäten bei Gefangenschaft oder Geiselnahme von Journalisten setzt das IPI. Über 450 mal musste das IPI in den vergangenen zehn Jahren öffentlich gegen grobe Einschränkungen der Pressefreiheit protestieren. "Die gröbsten Verstöße gegen die Pressefreiheit gibt es heute in Lateinamerika", weiß Prof. Johann Fritz. "Dort haben Journalisten nicht nur Druck seitens des Regimes, sondern auch gleichzeitig von der revolutionären Opposition und von kriminellen Organisationen zu fürchten." Weitere Sorgenkinder sind der Iran, Russland und China. IPI-Direktor Johann Fritz strich einmal mehr die Notwendigkeit hervor, mit Zivilcourage gegen Repressionen aufzutreten. (Schluss) eb

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