Schizophrenie: Neue Aspekte der Krankheit und ihrer Behandlung Rechtliche Benachteiligung psychisch Kranker führt zu Diskriminierung

Wien (OTS) - In Österreich sind mehrere hunderttausend Menschen direkt als Erkrankte und indirekt als Angehörige von Schizophrenie betroffen! Erkrankt sind etwa 1% der Bevölkerung. Deshalb informieren am 3. Dezember bei einem Pressegespräch

- Univ.-Prof. Dr. Karin Gutierrez von der Klinische Abteilung für Sozialpsychiatrie und Evaluationsforschung an der
Wr. Universitätsklinik für Psychiatrie, und

- Univ-Prof. Dr. Heinz Katschnig, Vorstand der
Wr. Universitätsklinik für Psychiatrie.

über die neuesten Aspekte der Schizophrenie und deren Behandlung -u.a. über die NICE-Behandlungs-Empfehlungen für die Anwendung moderner Medikamente aus Großbritannien und über die Studie "Rechtliche Benachteiligungen psychisch Kranker".

Von Schizophrenie betroffenen Patienten haben eine Unzahl an Problemen zu bewältigen. Vielfach entspringen diese Probleme einer völlig falschen Vorstellung über die Krankheit in der Umgebung der Betroffenen. Diese Falschinformationen werden dann auch noch von Literatur wie "Jekyll und Hyde" oder Filmen wie "A beautiful mind" verstärkt. Dazu kommen Benachteiligungen Schizophrener in Österreich durch diverse Rechtsvorschriften, von Bundes- und Ländergesetzen, über Vorschriften der Krankenversicherungsträger bis hin zum Kirchenrecht. Auch diese festgeschriebenen Benachteiligungen führen zur Diskriminierung der Erkrankten.

Schizophrenie ist gut behandelbar und in vielen Fällen heilbar. Aber Viele an Schizophrenie Erkrankte werden noch immer nicht mit den dafür zur Verfügung stehenden modernsten Medikamenten behandelt: Es gibt Probleme bei der Umstellung der Patienten von herkömmlichen sogenannten klassischen Neuroleptika auf die neuesten Medikamente. Eine in Großbritannien vom National Institute for Clinical Excellence (NICE) erstellte Untersuchung empfiehlt die Verwendung dieser neuen Medikamente, der atypischen Antipsychotika, weil sie besser verträglich und sehr gut wirksam sind. Dazu kommt, dass bei Schizophrenie die Kosten für Medikamente lediglich 5% der Kosten für die gesamte Therapie ausmachen.

ORT: Restaurant Vestibül im Burgtheater (Eingang rechts vom Theatereingang), Wien 1, Dr. Karl Lueger Ring 2

ZEIT: 3. Dezember, 10 Uhr

Rückfragen & Kontakt:

Rettenmoser PR, Irene Guberner
Tel: 0664/64 54 056 od. 01/585 49 97

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0006