"Thema" am 26. November im ORF: Endstation Todeszelle

Wegen der Wahlberichterstattung am Dienstag

Roman Rafreider präsentiert "Thema" wegen der Wahlnachberichterstattung des "Report" ausnahmsweise am Dienstag, dem 26. November 2002, um 21.05 Uhr in ORF 2. Folgende Beiträge stehen dabei auf dem Programm:

USA: Endstation Todeszelle

Gnadengesuche des Europaparlaments und österreichischer Politiker vom Bundespräsidenten abwärts waren vergebens: William R. Jones ist tot. In der Nacht zum Mittwoch fünf Minuten nach Mitternacht wurde der 37-Jährige hingerichtet. Um 21.20 Uhr hatte ein Anruf des Gouverneurs von Missouri die allerletzte Hoffnung auf Billys Begnadigung zerstört. Der Kampf der Salzburgerin Gertrude Seywaldstetter-Jones um ihren Mann war verloren. Die letzten Stunden vor der Hinrichtung sind unmenschliche, grausame Routine im Todestrakt. 20 Minuten vor Mitternacht werden Angehörige und Zeugen in den Besucherraum neben dem Hinrichtungszimmer geführt, pünktlich um Mitternacht werden die Jalousien hochgezogen, Minuten später erhält der Todeskandidat die tödliche Injektion. Christoph Feurstein hat Gerti Jones beim vergeblichen Kampf um Gnade für ihren Mann begleitet. "Thema" zeigt die erschütternde Reportage über die letzten Tage von Billy Jones.

Missbrauch hinter Klostermauern

Anfang Juni meldet sich im Stift Seitenstetten in Niederösterreich ein Mann, der nach jahrelangen seelischen Qualen sein Schweigen bricht und einen Frater aus dem Stift des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. Mit dieser Anklage bringt der Mann einen der größten Missbrauchsfälle der vergangenen Jahre ans Tageslicht: Betroffen sind neun ehemalige Ministranten des Stifts, die zwischen 1986 und 1989 in Seitenstetten sexuell belästigt und missbraucht worden sein sollen. Von mehr als 50 Übergriffen sprechen die Opfer. Der Abt von Seitenstetten gibt zu, von den Vorfällen gewusst zu haben. Den Opfern wurde finanziell geholfen, neben Schmerzensgeld wurden auch Therapien bezahlt, heißt es. Die Straftaten des Klosterbruders sind mittlerweile verjährt, strafrechtlich kann er nicht mehr belangt werden. Gudrun Kampelmüller berichtet für "Thema" über sexuellen Missbrauch und jahrelanges Schweigen hinter Klostermauern.

Ein Killer für den Prokuristen

Die Geschichte klingt so unglaublich wie ein schlechter Krimi, doch für einen 46-jährigen Prokuristen aus Wien wurde sie Wirklichkeit:
Sein ehemaliger Arbeitgeber, ein Tischlereibesitzer, hatte einen Profikiller auf den Exmitarbeiter angesetzt. Durch Zufall bekommen Ermittler der niederösterreichischen Kriminalabteilung Wind von der Sache, der Mordanschlag wird verraten. In der Nacht legen sich Beamte der Wiener Polizei-Sondereinheit WEGA im Wohnhaus des Prokuristen auf die Lauer, in der Wohnung wartet das "Opfer" auf seinen Killer. Das Warten wird belohnt, prompt geht der gedungene Mörder in die Falle:
Noch im Stiegenhaus wird er verhaftet. Robert Altenburger hat für "Thema" die Hintergründe des ungeheuerlichen Kriminalfalls recherchiert und mit dem "Beinahe-Mordopfer" über die wohl schlimmsten Stunden in dessen Leben gesprochen.

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