Vor dem SPÖ-Präsidium: Volle Unterstützung für Alfred Gusenbauer - "SPÖ soll in Opposition bleiben"

Wien (SK) Volle Unterstützung für SPÖ-Vorsitzenden Alfred Gusenbauer und seinen Kurs bekundeten die Mitglieder des SPÖ-Parteipräsidiums im Vorfeld ihrer heutigen Sitzung. "Nicht schockierend" ist für den Vorsitzenden der SPÖ Kärnten, Peter Ambrozy, der Ausgang der gestrigen Nationalratswahl. Im Vorfeld des heute Vormittag tagenden SPÖ-Präsidiums unterstrich er gegenüber Journalisten, dass die SPÖ ihr Wahlziel nicht ganz erreicht habe, jedoch Zugewinne einfahren konnte. Vor allem das Ergebnis in Kärnten sei aus Sicht der SPÖ ein Gutes. Er, Ambrozy, stehe voll hinter Gusenbauer. Gusenbauer habe die SPÖ in einer sehr schwierigen Zeit übernommen und einen "großartigen und fairen Wahlkampf mit guten Inhalten" geführt. Die SPÖ sei Opfer einer Angst-Kampagne gegen Rot-Grün geworden, meinte Ambrozy. Aus Sicht des Kärntner Landesparteivorsitzenden sollte die SPÖ jetzt auf jeden Fall wie angekündigt in Opposition bleiben. ****

Auch der burgenländische SPÖ-Chef Hans Niessl meinte, dass es der ÖVP offensichtlich erfolgreich gelungen ist, "das rot-grüne Gespenst an die Wand zu malen". Und auch Niessl zeigte sich überzeugt, dass es jetzt wieder zu einer schwarz-blauen Koalition kommen wird. Die SPÖ sollte sich zwar keinen Gesprächen verweigern, aber "Alfred Gusenbauer sollte sein Versprechen einhalten und wie angekündigt in Opposition gehen", so Niessl. Der burgenländische Landesparteivorsitzende betonte: "Das Burgenland steht voll hinter Alfed Gusenbauer." Gusenbauer habe seine Sache sehr gut gemacht und einen sehr guten Wahlkampf geführt. Es wäre "nicht fair" ihm die Schuld für Schüssels Wahlsieg zu geben, so Niessl auf eine entsprechende Frage.

Der steirische Landesparteivorsitzende der SPÖ, Franz Voves, stellte sich ebenso "voll und ganz und zu 120 Prozent" hinter Alfred Gusenbauer. Voves kann sich eine Koalition mit der ÖVP nur sehr schwer vorstellen. Das Programm und die Inhalte der SPÖ seien klar und bekannt, und es müsste "ein Wunder passieren, dass die ÖVP sich diesem Programm anschließt". Wenn es einen Fehler der SPÖ gegeben habe, dann sei es "die historisch gewachsene Ausgrenzung" der FPÖ. Zumindest um das liberale freiheitliche Segment müsse man sich in Zukunft mehr bemühen.

Der stv. SPÖ-Vorsitzende, Nationalratspräsident Heinz Fischer sprach seinen Dank gegenüber jenen aus, die die SPÖ gewählt haben. In der Partei werde man diskutieren, aber am Prinzip "was vor der Wahl gesagt wurde, muss auch nach der Wahl gelten" werde sich nichts ändern, erklärte Fischer. (Schluss) ml/up

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