Haider, Tolar, Mautz sehen Gusenbauer als klaren Sieger der TV-Konfrontation

Bestnoten für Gusenbauer - keine Noten für Schüssel

Wien (SK) Beste Noten für SPÖ-Vorsitzenden Alfred Gusenbauer und wenig Schmeichelhaftes für ÖVP-Obmann Schüssel - "er bekommt keine Noten mehr, Schüssel bleibt sitzen" - gab es von den Moderatoren Alfons Haider, Günter Tolar und Andrea Mautz sowie den zahlreichen Besuchern des Live-Chats, der gestern, Donnerstag, auf der Homepage der SPÖ parallel zur TV-Konfrontation stattfand. Der Moderator und SoHo-Vorsitzende Günter Tolar hielt fest: "Alfred Gusenbauers Argumente waren klarer und verständlicher. Gusenbauer ist absolut 'Made in Austria'. Schüssel ist 'Made in Austria' ohne Qualitätssiegel." Der Schauspieler Alfons Haider zeigte sich überzeugt, dass "Gusi Kanzler wird" und dass die SPÖ am Sonntag stark dazu gewinnen werde. ÖH-Vorsitzende Andrea Mautz sah ebenfalls den SPÖ-Vorsitzenden als Sieger aus der "Elefantenrunde" hervorgehen und betonte: "Rot muss vorne bleiben, sonst schaut's in Österreich schwarz aus." ****

Unverständnis unter den Chattern herrschte über die wirtschaftspolitischen Aussagen Schüssels und dessen Versuch, die Tatsache, dass er selbst lange Zeit Wirtschaftsminister war, zu leugnen. Für Haider würden die Aussagen eher unter "Kabarettistisches" fallen. Im Gegensatz zur ÖVP, die sich einen Finanzminister von der FPÖ borgen müsse, verfüge die SPÖ über eine Reihe potenzieller KandidatInnen für das Finanzressort, so Tolar. Bezugnehmend auf das Thema Pensionen betonte Haider: "Jetzt wächst dem Schüssel eine lange Pinocchio-Nase." Tolar antwortete auf die Frage einer Chatterin, ob eine heute Zwanzigjährige auch noch eine Pension erhalten werde: "Ja, wenn es durch eine gute Arbeitsmarktpolitik genügend Beitragszahler gibt, ist das System finanziert. Der Ansatzpunkt ist die Schaffung von Arbeitsplätzen." Auf die Entgegnung, dass für den ÖVP-Obmann Arbeitslosigkeit ein "Schönheitsfehler" sei, sagte Tolar: "Das ist der dem Herrn Schüssel eigene Zynismus." Verwunderung unter den Usern gab es im übrigen über Schüssels tiefrote Krawatte, die unter anderem mit dem Statement "Er wird doch nicht zur SPÖ wechseln wollen" kommentiert wurde.

Die ÖH-Vorsitzende hatte vor allem zahlreiche Fragen zum Thema Bildung zu beantworten. Sie erinnerte an das Versprechen, dass die Studiengebühren bei einer SPÖ-Regierung abgeschafft würden. Besonders wichtig sind für Mautz bessere Studienbedingungen, offene Unis und neue Konzepte in der Schule. Tolar erzählte der Chatter-Gemeinschaft, dass er ein "Kind der SPÖ sei" und ohne Sozialdemokraten nicht studieren hätte können. Bildungsbarrieren müssten auch in Zukunft wieder abgeschafft werden.

Auf die Frage, ob die SPÖ dazu gelernt habe, antwortete Haider, dass die SPÖ "auf jeden Fall" dazu gelernt habe; "die SPÖ hat langsam aber doch ihren eigenen Apparat umgebaut und geht mehr auf die Menschen ein." Laut Tolar habe die SPÖ vor allem "eine realistische Einschätzung und Vorsicht bei Versprechungen" gelernt. Allgemeine Skepsis herrschte gegenüber Meinungsumfragen. Für Tolar würden diese lediglich relative Veränderungen zeigen, man solle ihnen nicht trauen. Haider zeigte sich überzeugt, dass es am Sonntag eine positive Überraschung für die SPÖ geben werde.

Das Resümee der drei Chat-Moderatoren: Mautz: "Gusi wird Kanzler. Das hat er heute bewiesen." Tolar: "Gusenbauer hatte die besseren Argumente. Für Sonntag wünsche ich mir einen roten Wahlsieg und dann faire Chancen für alle." Haider: "Als Fernsehmensch würde ich sagen, dass war ein wichtiger Pusch für den 24. November. Gusi for Kanzler!". (Schluss) cs

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