LH Haider: Kärnten setzt auf seine Wertegemeinschaft

Nicht alles wirtschaftlichen Interessen unterordnen - Gegen Abschaffung des Sonntags - Kärnten ist familienpolitischer Vorreiter

Klagenfurt (LPD) - "Kärnten ist ein soziales und kulturelles Land, ein Familienland und eine Wertegemeinschaft", unterstrich heute Landeshauptmann Jörg Haider bei der Eröffnung der kombinierten Messe "Familie, Gesund leben, Kärntner Brauchtumsmesse und Geldmesse" in Klagenfurt. Kärnten habe familienpolitisch Österreich geprägt, verwies Haider auf den enormen Anstieg von familienpolitischen Leistungen von 3,2 Mio. Euro im Jahr 1999 auf 116,2 Mio. Euro derzeit. Dies alles signalisiere Werte und entscheidend sei, dass die Menschen auch seelisch gesund sind und bleiben. Wichtig sei insbesondere die Obsorge für die Jugend, betonte Haider und verwahrte sich dagegen, Volkskultur gegen Hochkultur auszuspielen. Wenn Schwerpunkte im Bereich der Volkskultur und der Brauchtumspflege gesetzt werden, so stelle dies einen wesentlichen Haltegriff für die Jugend dar. Auch in diesem Sinn sei der Ausbau des Musikschulwerkes stark forciert und zu begrüßen.

Wertentscheidungen seien zu treffen, sagte Haider im Hinblick auf die Bestrebungen der Wirtschaft, rund um die Uhr offenzuhalten oder den arbeitsfreien Sonntag abzuschaffen. Wenn alles der Wirtschaft untergeordnet werde, dann würde damit das Gemeinschaftsleben und die Familie degradiert werden, plädierte Haider für Entscheidungen unter Berücksichtigung von gemeinschaftsstiftenden Werten. Umso wichtiger sei es, Volkskultur und Brauchtumspflege auch der Jugend weiter zu vermitteln.Der Landeshauptmann hob den hohen Stellenwert der Messe hervor, für Familie, Brauchtum und Gesundheit einen Beitrag zu leisten und überbrachte die Grüsse von Sozialminister Herbert Haupt.

Gesundheitsreferent LHStv. Peter Ambrozy erwähnte, dass die Gesundheitsleistungen in Kärnten ausserordentlich gut ausgebaut sind. Es gehe aber auch um die richtige persönliche Beziehung zur Gesundheit. Gesundheitsbewußtsein werde durch viele Maßnahmen der Gesundheitsförderungspolitik, wie etwa dem Modell "Gesunde Gemeinde" unterstützt. Auch sollten die Voraussetzungen durch Kinderbetreuung, Frauenbeschäftigung usw. weiter verbessert werden, um Familie zu ermöglichen.

Familienreferent Landesrat Gerhard Dörfler erinnerte, dass 2001 Kärnten die größte familienpolitische Offensive aller Bundesländer initiiert hat. Bei der Kinderbetreuung gebe es mehr Plätze als Nachfrage. Heute sei ein großer Mangel an Zeit und Gemeinsamkeit zu beklagen. Die Wirtschaftsbedingungen müßten unbedingt familienfreundlicher werden, appellierte Dörfler.

Gemeindereferent Landesrat Georg Wurmitzer sagte, dass man stolz auf Kärntens Identität sein könne. Kärnten "denke in seinen Tälern" und seine Vielfalt, Traditionen und Besonderheiten sollten erhalten, weitergeführt und auch präsentiert werden. Der Landesrat kündigte auch die Gründung einer Volksmusik-Akademie im Lesachtal im nächsten Jahr an. Alles sei zu unterstützen, um die Wertschöpfung im ländlichen Raum zu steigern, so Wurmitzer. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at/index.html

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL0004