"Konsument"-Test: Ökofonds

Umweltbewusstsein und Geldanlage sind kein Widerspruch. Ertragssituation ähnlich wie bei klassischen Fonds-Produkten.

Wien (OTS) - Für jeden vierten potenziellen Käufer einer Aktie oder eines Investmentfonds-Anteils spielt das ökologische und soziale Verhalten von Unternehmen eine bedeutende Rolle. "Konsument" geht diesem neuen Investment-Trend nach und untersucht 18 Ökofonds von 16 inländischen Kapitalanlagegesellschaften nach ihrer ökologischen Ausrichtung und ihrem wirtschaftlichen Erfolg. Die Ertragsanalyse zeigt, dass einige der Ökofonds mit den größten internationalen Aktienfonds durchaus mithalten können. Bei der Bewertung der ökologischen Ausrichtung gibt es große Unterschiede: So schneiden beispielsweise Nachhaltigkeitsfonds generell besser ab als Umwelttechnologiefonds.

Nachdem es keine Standards gibt, welcher Fonds sich "öko" nennen darf, bietet "Konsument" mit seinem aktuellen Fonds-Test potenziellen Anlegern eine sinnvolle Orientierungshilfe. Was als "ökologisch" definiert wird, wird von Fondsgesellschaft zu Fondsgesellschaft anders bewertet, das stiftet Verwirrung. "Konsument" hat für die Bewertung vier ökologische Bereiche definiert, in die von Ökofonds nicht investiert werden sollte: Atomkraft, Aktivitäten, die zum Klimawandel beitragen, der Einsatz langlebiger organischer Schadstoffe und die Freisetzung genmanipulierter Organismen in der Landwirtschaft. Die Kontrolle durch "Konsument" zeigt, dass von knapp der Hälfte der Fonds drei oder vier der genannten Bereiche nicht klar ausgeschlossen werden.

Die ökologische Beurteilung der "Konsument"-Tester erfolgte nach der ökologischen Ambitioniertheit der Fonds, der Qualität des Auswahlprozesses (z.B. Überwachung des Auswahlprozesses durch unabhängige Experten!) und der Informationspolitik. Ein wichtiges Beurteilungskriterium bei der ökologischen Ambitioniertheit ist auch, ob in den vom Investment ausgeschlossenen Bereichen bis zu einem gewissen Grad nicht doch veranlagt werden kann. Häufig definieren Fonds hier Grenzen in Höhen von fünf bis zehn Prozent des Gesamtumsatzes, die den angegebenen ökologischen Anforderungen nicht entsprechen müssen.

Spitzenwerte bei der ökologischen Ausrichtung erreichten die Nachhaltigkeitsfonds der Kapitanlage-gesellschaften "Julius Bär", "UBS" und "Swissca". Die schlechtesten Ergebnisse erzielten die Umwelttechnologiefonds der Gesellschaften "Erste Sparinvest", "3 Banken-Generali-Investment" und "Invesco".

Bei der Analyse des wirtschaftlichen Erfolgs der Ökofonds wird unter Berücksichtigung der jeweiligen Laufzeiten zwischen ertrags-und sicherheitsorientierter Anlage unterschieden. Tatsache ist, dass Ökofonds ebenso unter dem anhaltenden Börsentief der letzten Jahre leiden wie viele konventionelle Aktienfonds. Im Fünfjahresvergleich zeigt sich der Fonds "Sarasin OekoSar Portfolio" als wirtschaftlicher Testsieger. Besser bewertet als der MSCI World Index werden auch der "Activest Lux EcoTech" (Laufzeit fünf Jahre), der "MI-Fonds ECO" (Laufzeit drei Jahre) und "Pioneer Funds-Global, Environmental & Ethical" (Laufzeit zwei Jahre).

Weitere Einzelheiten zu den Testergebnissen, getrennt nach ökologischer und wirtschaftlicher Beurteilung, sowie die wichtigsten Anlagestrategien bei Ökofonds sind in der Dezember-Ausgabe von "Konsument" nachzulesen.

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