Medtronic meldet erste Implantationen des Insync III Marquis(TM)

Eines ICD-Systems für die Behandlung der Herzinsuffizienz

Wien (OTS) - Aggregat der fünften Generation zur kardialen Resynchronisationstherapie bietet zusätzliche Monitoringfunktionen für die Behandlung der Herzinsuffizienz und des plötzlichen Herztodes

Medtronic Inc. meldete heute die ersten Implantationen des implantierbaren Cardioverter-Defibrillators (ICD) InSync III Marquis(TM). Hierbei handelt es sich um das fünfte und fortschrittlichste System zur kardialen Resynchronisationstherapie für Patienten mit Herzinsuffizienz. Der InSync III Marquis besitzt neue atriale Überwachungsfunktionen, die dem Arzt helfen, herzinsuffiziente Patienten zu behandeln, die gleichzeitig an Vorhofflimmern, der weltweit häufigsten Herzrhythmusstörung, leiden. Zugleich bietet das Aggregat neue Funktionen zur Sicherstellung der Resynchronisationstherapie auch während Episoden von supraventrikulärer Tachyarrhythmien, einer im Bereich der Vorhöfe entstehenden schnellen Herzrhythmusstörung.

Eine der ersten Implantationen wurde im Elisabethinen Krankenhaus in Linz (Österreich) von Dr. Siegmund Winter, Dr. Thomas Schwierz und Dr. Helmut Purerfellner durchgeführt. Bei der Patientin handelte es sich um eine 66-jährige Frau mit bestehender schwerer Herzinsuffizienz, dilatativer Kardiomyopathie, einer Erweiterung des Herzens und AV-Block, einer Unterbrechung der elektrischen Reizübertragung von den Vorhöfen auf die Kammern. Weitere Implantationen eines InSync III Marquis wurden von Dr. Christian Butter am Deutschen Herzzentrum in Berlin und von Prof. Dr. med. C. Unterberg-Buchwald am Georg-August-Universitätsklinikum in Göttingen (Deutschland) vorgenommen.

Dr. Christian Butter, der die erste Implantation am Deutschen Herzzentrum in Berlin durchführte, kommentierte: "Der InSync III Marquis erlaubt eine effektivere Anwendung dieser lebenserhaltenden Therapie bei einer größeren Gruppe von Patienten. Er vereinfacht die Implantation und erleichtert das Patienten Management. Ich war insbesondere von der einfachen und flexiblen Programmierung des Gerätes beeindruckt."

Oern Stuge, Vizepräsident des Geschäftsbereichs Cardiac Rythm Management von Medtronic Europa, merkte an, dass der InSync III Marquis das am weitesten entwickelte System von Medtronic darstellt, das herzinsuffizienten Patienten mit ventrikulären Rhythmusstörungen zur Verfügung steht, bei denen die Indikation für einen ICD gegeben ist. "Dieses System verbindet das Beste der beiden Systeme InSync III(R) und InSync Marquis(R), und seine atrialen Überwachungsfunktionen sind auf die wachsende Zahl von Patienten ausgerichtet, die zusätzlich an Vorhofflimmern leiden", sagte Oern Stuge.

InSync III Marquis

Basierend auf den Systemen InSync Marquis ICD und InSync III CRT stellt der InSync III Marquis ein umfassendes therapeutisches Konzept für die Behandlung der Herzinsuffizienz bei Patienten mit komplexen Herzerkrankungen dar.

Das InSync III Marquis System, das mit 38 cm3 etwa den Abmessungen einer kleinen Stoppuhr entspricht, verfügt über neuartige atriale Überwachungsfunktionen, von denen herzinsuffiziente Patienten profitieren, die gleichzeitig unter Vorhofflimmern leiden. Es wird geschätzt, dass etwa ein Drittel aller herzinsuffizienten Patienten begleitendes Vorhofflimmern aufweist.

Das InSync III Marquis System eröffnet dem herzinsuffizienten Patienten verbesserte Funktionen für die kardiale Resynchronisation, die erstmals im InSync III(R) System implementiert wurden. Hierzu gehören sequentielles biventrikuläres Pacing für eine präzisere Stimulation der beiden Herzkammern und eine umfassende Herzfrequenzdiagnostik, die die gesamte Behandlung der durch die Herzinsuffizienz bedingten Symptome unterstützt. Das einzigartige Programm Medtronic Patient Alert(TM) wurde zusätzlich um eine Überwachungsfunktion der linksventrikulären Elektrode erweitert.

Herzinsuffizienz

In Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien und England leiden mehr als 3 Millionen Menschen unter einer Herzinsuffizienz, einer fortschreitenden und invalidisierenden Erkrankung, die für mehr Krankenhauseinweisungen verantwortlich ist als alle Arten von Krebs zusammen.

Ca. 450.000 dieser Patienten sind Kandidaten für eine kardiale Resynchronisationstherapie. Diese Patienten leiden an einer mittelschweren bis schweren Herzinsuffizienz sowie an einer ventrikulären Dyssynchronie; diese liegt vor, wenn die beiden Herzkammern (Ventrikel) mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung schlagen. Die Resynchronisationstherapie des Herzens gibt elektrische Impulse an beide Seiten des Herzens ab, um so die Kontraktionen der Herzkammern zu koordinieren; dadurch verbessert sich die Effektivität der Herzaktion und es kommt zu einer gesteigerten Durchblutung des Körpers.

Die Herzinsuffizienz ist die einzige bedeutende Herzerkrankung, deren Häufigkeit beständig zunimmt; sie nimmt epidemische Ausmaße an und stellt eine wachsende Belastung der Gesundheitssysteme in Europa dar. Allein in Deutschland werden die Kosten für die Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz auf 5,7 Milliarden Euro geschätzt, wobei mehr als 55% dieser Summe auf stationäre Behandlungen entfallen.

Die MIRACLE-Studie

Die Ergebnisse der vor kurzem in der Zeitschrift New England Journal of Medicine veröffentlichten klinischen Multicenter InSync Randomised Clinical Evaluation, bekannt als MIRACLE-Studie, belegen den Nutzen einer kardialen Resynchronisationstherapie mit dem InSync-System von Medtronic Inc., durch die vielen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Herzinsuffizienz zu einer besseren Lebensqualität verholfen werden kann.

Viele Patienten dieser Studie zeigten eine Besserung um mindestens einen Schweregrad, berichteten über eine bessere Lebensqualität als Patienten, die lediglich medikamentös behandelt wurden und wiesen ein geringeres Risiko für stationäre Krankenhauseinweisungen aufgrund einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz auf.

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