Kindergeld: Kärnten startet neue Offensive

Kindergeld für Kärntner Familien volle drei Jahre ausbezahlt -Auch Mehrfachgeburten berücksichtigt - LH Haider und LR Dörfler: Bund soll "Kärntner Erfolgsmodell" übernehmen

Klagenfurt (LPD) - Das Land Kärnten hat neuerlich eine Offensive beim Kindergeld gestartet, wie heute Landeshauptmann Jörg Haider und Familienreferent LR Gerhard Dörfler bei einer Pressekonferenz in Klagenfurt mitteilten. So soll dieses in Kärnten ab 1. Jänner 2003 auch dann für volle drei Jahre ausbezahlt werden, wenn die Karenz nicht zwischen den beiden Eltern aufgeteilt wird. "Das Land holt so jene Kinder, die zum Bund gefallen sind und deren Anspruch auf Kindergeld nach dem 30. Lebensmonat endet, zurück in die Kärntner Kindergeldregelung und übernimmt die Kosten für die restlichen sechs Monate", erläuterte Dörfler.

Von der Bundesregelung seien vor allem Alleinerzieherinnen negativ betroffen, so Dörfler. Nach dieser müsse nämlich auch der zweite Elternteil zumindest für sechs Monate in Karenz gehen, damit der Familie eine Unterstützung über 36 Monate zustehe. Richtig funktionieren könne diese Regelung außerdem nur bei wohlhabenden Familien, in denen beide Eltern gute Einkommen haben, ergänzte der Landeshauptmann. Nur fünf Prozent der Väter nehmen laut Haider und Dörfler Karenz, der Grund dafür sei in den noch immer beträchtlichen Einkommensunterschieden zwischen Frauen und Männern zu sehen.

"Gute Familienförderungspolitik muß leistbar sein", meinte Dörfler und erklärte, dass im Jahr 2003 sechs Mio. Euro für diese Zahlungen verwendet würden, die bereits im Landesbudget verankert seien. Auch für 2004 seien schon weitere sechs Mio. Euro im Budget gesichert. Anspruch auf Kindergeld soll es in Kärnten entgegen der Bundesregelung auch bei Zwillings- und Mehrfachgeburten geben, sagte der Familienreferent, wofür heuer 6,5 Mio. Euro vorgesehen seien.

In Bezug auf die "Benachteiligungen" durch die Bundesregelung zum Kindergeld sagte Haider, dass sich "unsere Befürchtungen bestätigt haben". Gemeinsam mit Dörfler erhob er daher an die neue Bundesregierung die Forderung, das "Kärntner Erfolgsmodell eins zu eins zu übernehmen".
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