GSV: Massive Vorbehalte gegen Regierungsbeteiligung der Grünen

Van der Bellen, Lichtenberger & Co. würden den Wirtschaftsstandort Österreich gefährden

Wien (OTS) - Massive Vorbehalte gegen eine mögliche Regierungsbeteiligung der Grünen hat die Österreichische Gesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (GSV). Der Ausbau der Straßeninfrastruktur würde absehbar gestoppt oder zumindest verschleppt werden. Dies brächte Österreich gravierende Nachteile, denn die Attraktivität eines Wirtschaftsstandortes hänge von leistungsfähigen Verkehrsverbindungen auf der Straße und auf der Schiene ab.

"Die 'gefährliche Drohung' der grünen Verkehrssprecherin Eva Lichtenberger, im Falle einer Regierungsbeteiligung ihrer Partei den Bau von Autobahnen zu stoppen, ist von ihrem Parteichef nicht dementiert, sondern nur diffus abgeschwächt worden,", erklärte GSV-Präsident Dr. Richard Schenz. Van der Bellen halte nach eigenen Angaben nur "Kompromisse" für "möglich". Dies sei, so Schenz "im Klartext die Ankündigung von hinhaltendem Widerstand mit ungewissem Ausgang und dem Ziel, alle notwendigen Maßnahmen zur Verfahrensbeschleunigung zu torpedieren. Zudem habe der Klubobmann der Wiener Grünen, Christoph Chorherr, mit seiner verbalen Mobilmachung gegen einen Schnellstraßenring um Wien den Standpunkt Lichtenbergers bekräftigt.

"Das hanebüchene Grüne Argument, wer Straßen baue, werde Verkehr ernten, ist längst widerlegt", hob Schenz hervor. "In den zehn Jahren seit dem Fall des Eisernen Vorhangs wurden keine Straßen gebaut, aber wir haben trotzdem Verkehr geerntet - um den Preis hoher volkswirtschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Verluste durch Staus und Unfälle. Hinzu kamen - und kommen immer noch - gravierende Einbußen an Lebensqualität für die Anrainer an jenen Transitrouten, die Siedlungsräume durchschneiden, weil Autobahnen fehlen."

Im Zuge der EU-Erweiterung werde sich nach Prognosen von Fachleuten der Personenverkehr bis 2015 verdoppeln und der Güterverkehr verdreifachen. "Wir brauchen leistungsfähige Bahn -und Straßenverbindungen. Grüne Verkehrspolitik verfolgt jedoch die Strategie, die Qualität der Mobilität im Straßenverkehr zu reduzieren. Das ist mehr als nur fahrlässig", schloss Schenz.

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