Cap bedauert Fehlen jeglicher Distanzierung Schüssels von Habsburg-Aussagen

Wien (SK) Es sei bedauerlich, dass Wolfgang Schüssel bei
seiner Rede zum 90. Geburtstag Otto Habsburgs kein Wort der Distanzierung zu den skandalösen Aussagen Habsburgs gefunden hat, die dieser in einem Interview mit der FPÖ-nahen Zeitschrift "Zur Zeit" gemacht hat, stellte der geschäftsführende SPÖ-Klubobmann Josef Cap Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ fest. ****

Schüssel sei immerhin Bundeskanzler dieser Republik und dürfe daher die mit antisemitischen und rassistischen Untertönen versehenen Anwürfe Habsburgs gegenüber der US-Administration - "das Pentagon ist heute eine jüdische Institution - auf der anderen Seite sind die Schwarzen wie Colin Powell oder besonders Condolezza Rice" - nicht unwidersprochen lassen. Und auch in Wahlkampfzeiten sollte Schüssel gegen die Diffamierung des international unbestrittenen und angesehenen Kandidaten der SPÖ für das Außenamt, Wolfgang Petritsch, durch Habsburg auftreten.

Statt dessen habe Schüssel in seiner Laudatio für Habsburg dazu einmal mehr geschwiegen, ja im Gegenteil den "Mut zur Kritik" Habsburgs gewürdigt. Eine Distanzierung Schüssels wäre umso notwendiger, als die Pressesprecherin Habsburgs einerseits bestätigt habe, dass dieses Interview gegeben wurde und andererseits mit keinem Wort dessen Inhalt bestritten habe, so Cap abschließend. (Schluss) ns/mp/mm

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0020