Glawischnig zu Tankerunglück: Warten auf nächste Katastrophe?

Grüne fordern rascheres Verbot von Einhüllen-Tanker und Anhebung von Umweltnormen bei Schifffahrt

Wien (OTS) - Angesichts des verheerenden Tankerunglücks vor der spanischen Küste fordert die Grüne Umweltsprecherin rasche Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Katastrophen. "Es ist ein Verbrechen an der Natur und den betroffenen Menschen in den Küstenregionen, dass es Jahr für Jahr zu mindestens einem Öltankerunfall mit verheerenden Folgen kommt", kritisiert Glawischnig. "Die gefährlichen Einhüllen-Tanker gehören sofort aus dem Verkehr gezogen", verlangt Glawischnig. Die von der EU vorgegebene Frist, nach der die unsicheren Tanker noch bis 2015 europäische Häfen anlaufen dürfen, bezeichnet Glawischnig als verantwortungslos. "Dadurch werden neue Katastrophen bewusst provoziert. Wollen die Verantwortlichen wirklich auf die nächste Katastrophe warten?", so Glawischnig.

Auch im Normalbetrieb seien die Öltanker Umweltbomben, so Glawischnig. "Denn für diese Tanker gelten keine hohen Umweltnormen." Der erlaubte Schwefelgehalt im Diesel, mit dem die Tanker betrieben würden, liege um ein mehrtausendfaches über den Grenzwerten für PKW und LKW. In europäischen Hafenstädten wie Hamburg stammen daher bereits bis zu vier Fünftel der Luftschadstoffbelastung aus dem Schiffsverkehr, so Glawischnig. Neben den katastrophalen Sicherheitsbedingungen seien auch die Arbeitsbedingungen auf den Öltankern meist unzumutbar. "Durch dieses Umwelt- und Sozialdumping können diese Tanker Öl zu Billigstpreisen transportieren. Für die horrenden Kosten von Tankerunfällen muss dann größtenteils die Allgemeinheit aufkommen. Von Kostenwahrheit also keine Rede", kritisiert Glawischnig. Der Ausweg aus diesem Katastrophenweg liegt laut Glawischnig in einer Energiewende hin zu dezentralen, erneuerbaren Energiesystemen. "Die Abhängigkeit vom Öl muss verringert werden", so Glawischnig anschließend.

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