Große Vorarlberger Katastropheneinsatzübung 2002

LH Sausgruber: Rund tausend Einsatzkräfte eingebunden

Bregenz (VLK) - Nach mehreren kleinen Übungen findet von Donnerstag, 28. bis Samstag, 30. November 2002 nun wieder eine groß angelegte Katastrophenübung statt. Landeshauptmann Herbert Sausgruber präsentierte heute, Mittwoch, gemeinsam mit Hubert Vetter von der Landeswarnzentrale die Übungsschwerpunkte.

Übungsleiter Landeshauptmann Sausgruber berichtete, dass in diesen drei Tagen rund tausend Einsatzkräfte in die Vorbereitung und Durchführung der Übung eingebunden sein werden. Eine Gasexplosion in einem Industriebetrieb, ein Seilbahnunfall sowie ein Grossunfall in einem Tunnel sind die drei Übungsannahmen.

Zusätzlich wird dem von der EU eingerichteten "Civil Protection Mechanism" ein kleiner Übungsteil gewidmet, bei dem die Spezialeinheit "SARUF" (Search and Rescue Unit Vorarlberg) zum Einsatz kommen wird. Laut Hubert Vetter ist die "SARUF" mit speziellen Ortungs- und Bergegeräten ausgerüstet und mit speziell ausgebildeten Suchhunden auf die Suche und Bergung von Menschen aus eingestürzten Bauwerken und Trümmern trainiert. Die Erkenntnisse der Katastrophen von Kaprun und dem Tauerntunnel werden bei der Übung eingearbeitet. "Hintergrund ist, so Sausgruber, festzustellen wo die Stärken der Einsatzkräfte liegen um auch im Internationalen Rahmen Hilfe leisten zu können."

Die drei Übungs-Ereignisse

Donnerstag, 28. November 2002, 17.00 Uhr: Unfall Karrenseilbahn; Dornbirn

Infolge einer Sturmböe wurden mehrere Bäume auf die Förderseile der Karrenseilbahn geworfen. Das Förderseil sprang aus den Rollen wodurch die talseits in die Station

einfahrende Kabine im Bereich der Dornbirner Ache auf den Boden aufschlug. Mehrere Personen wurden verletzt.

Freitag, 29. November 2002, 17.30 Uhr: Gasexplosion; Industriebetrieb; Sulz

Bei einem Industriebetrieb in Sulz kam es durch ausströmendes Gas zu einer Explosion. Dabei brach ein Brand aus und es wurde ein Teil des Betriebes zerstört bez. beschädigt. Zahlreiche Arbeiter wurden verletzt und teilweise unter Trümmern verschüttet. Es besteht nach wie vor Explosionsgefahr.

Samstag, 30. November 2002, 17.00 Uhr:
Grossunfall Langener Tunnel; Klösterle

Bei einem Verkehrsunfall im und vor dem Langener Tunnel sind mehrere Fahrzeuge aufeinander aufgefahren. Einzelne Verkehrsteilnehmer versuchten den Tunnel gegen die Fahrtrichtung zu verlassen und verursachten Folgeunfälle. Zahlreiche Personen sind verletzt, andere flüchten zu Fuß aus dem Tunnel. Es kommt zu Panikreaktionen. Die Gegenfahrbahn sowie die Zu- und Abfahrtswege sind mit zahlreich hängen gebliebenen Fahrzeugen verstopft. (ug/dig) (katueb.vlk)

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