Rübig: EP schnürt 'All-Inclusive'-Forschungspaket

6. Rahmenforschungsprogramm für Erweiterungskandidaten

Straßburg, 20. November 2002 (ÖVP-PK) "Der Initiativbericht zum 6. Rahmenforschungsprogramm, der heute im Plenum angenommen werden soll, ist ein weiterer ehrgeiziger Schritt für die Kandidatenländer, den wir im Rahmen dieser historischen Erweiterungswoche im Europäischen Parlament setzen. Die künftige Beteiligung der Beitrittsländer an den Forschungsaktivitäten wird die EU und somit auch die österreichische Wirtschaft enorm stärken", freut sich der ÖVP-Europaabgeordnete und Präsident des Europäischen Wirtschaftsbundes Dr. Paul Rübig. ****

"Es ist äußerst wichtig, dass die Einbeziehung der Beitrittsländer in das Rahmenprogramm so reibungslos wie möglich über die Bühne geht. Veraltete und überholte Forschungsinfrastrukturen in den Beitrittsländern stellen nach wie vor ein großes Hindernis für die Erweiterungskandidaten dar", betonte Rübig. Durch die vom Europäischen Parlament nun vorgeschlagene Heranführungsstrategie sei es diesen Ländern aber jetzt möglich, sich mit dem Gemeinschaftsverfahren im Bereich der Forschung ausgiebig vertraut zu machen.

"Ich fordere aber die Kommission auf, bei der Ausarbeitung der Durchführungsprogramme die spezifischen Bedürfnisse der Beitrittsländer zu berücksichtigen. Die Verfahren zur Beteiligung müssen drastisch vereinfacht werden", forderte Rübig. Die Kandidatenländer müssten in angemessener Weise über die Koordinierungsmaßnahmen und die sogenannte Spitzenforschungstreppe zur Teilnahme gebracht werden. Die Kommission müsse daher sowohl für die Mitgliedstaaten als auch für die Kandidatenländer für einen gerechten Zugang zum Rahmenforschungsprogramm sorgen und dazu beitragen, dass Industrie und Forschung Projekte kofinanzieren. "Aber auch die Unterstützung privater Forschungseinrichtungen und die Finanzierung der Forschung durch industrielle Kooperationen in den Kandidatenländern muss vorangebracht werden", fordert Rübig.

"Eines ist mir ganz wichtig: Die Kommission muss ein günstiges Finanzierungsklima für Klein- und Familienbetriebe in den Kandidatenländern schaffen. Die Teilnahme darf nicht durch die Forderung nach Bankgarantien oder zu hohen Mitteln zur Ko-Finanzierung gefährdet werden", forderte Rübig. "Es ist die Aufgabe der Kandidatenländer, durch entsprechende Anreize den landesspezifischen Erfordernissen entsprechende eigene Forschungsstrategien zu entwickeln. Wir verlangen daher eine detaillierte Finanzplanung von den Kandidatenländern, die auch die Beteiligung von Frauen an der Forschung stärker unterstützt und der Abwanderung von Forschern aus den Kandidatenländern entgegengewirkt", so Rübig abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

MEP Dr. Paul Rübig, Tel.: 0033-3-8817-5749
(pruebig@europarl.eu.int)oder Mag. Philipp M. Schulmeister, EVP-ED
Pressestelle, Tel.: 0032-475 79 00 21 (pschulmeister@europarl.eu.int)

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0002