Schierhuber: Beitrittsländer sollen Vorschlag zur EU-Agrarpolitik akzeptieren

Blick aufs Ganze nicht durch Kritik an Einzelpunkten verstellen

Straßburg, 20. November 2002 (ÖVP-PK) "Ebenso wie uns im Europaparlament die Anwesenheit der 200 Abgeordneten aus den Beitrittsländern den Blick aufs zukünftige Ganze ermöglicht hat, so müssen auch die Kandidatenländer in der Schlussphase der Verhandlungen das Gesamtpaket des Agrarkapitels sehen - und nicht bloß Einzelmaßnahmen kritisieren", sagte heute die ÖVP-Europaparlamentarierin Agnes Schierhuber. "Wir Bauern wollen die Erweiterung, denn sie ist auch für uns eine Chance - sowohl für die Landwirte in der EU als auch für die Bauern in den Erweiterungsländern", unterstrich Schierhuber. ****

Für die Waldviertler Bäuerin, die dicht am Eisernen Vorhang aufgewachsen ist, sei es eine ganz besondere Freude, in diesen Tagen die ersten neuen Kollegen aus den Beitrittsländern - und damit auch aus so vielen Nachbarländern Österreichs - im Europaparlament begrüßen zu können. Bei aller Freude über diesen weiteren historischen Schritt müsse man aber dennoch auf die Fakten aufmerksam machen: "Alle 15 EU-Mitgliedstaaten haben sich dem Kommissionsvorschlag über die Einschleifregelung bei den Agrar-Direktbeihilfen angeschlossen. Jetzt sind auch die Kandidatenländer aufgefordert, sich diesem Vorschlag nicht länger zu verschließen."

Für Schierhuber als österreichische Bauernvertreterin im Europaparlament ist besonders wichtig, dass die Erweiterung der EU und die Bestimmungen in Bezug auf die gemeinsame Agrarpolitik in keinem Fall ein Aus für die Zukunft der ländlichen Entwicklung bedeuten. "Ich unterstütze voll und ganz, dass der Ausbau dieser zweiten Säule der gemeinsamen Agrarpolitik im Gegenteil in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen wird. Und das ist auch meine wichtigste Botschaft an die Beitrittskandidaten: Man muss das Gesamtpaket sehen, das von Seiten der EU zur Unterstützung der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes geschnürt wurde", sagte Schierhuber abschließend.

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